Aus der Werkstatt der Verlage Egon Theiner: „Dass ich mich in der Nische des Sportbuches behaupte, macht mich stolz, dass ich das mache, was ich will, glücklich“

Die Verleger-Blicke in den Editorials der aktuellen Vorschauen wollen wir weiter mit Ihnen teilen, die Serie „Aus der Werkstatt der Verlage“ geht deshalb in loser Folge weiter. Heute Egon Theiner über seine 17  Jahre als Verleger, sein egoth-Sportbuchprogramm und seinen Weg : 

Egon Theiner bei einer Buchpräsentation in Wien: „Ich kokettiere damit, dass egoth ein „Guerilla“-Verlag ist, einer, der Aufmerksamkeit findet und das eine oder andere Mal (und hoffentlich immer öfter) auch mit den großen, renommierten Verlagshäusern mithalten kann“ (c) www.pressefoto-ort.at / Christian Ort

Irgendwann habe ich aufgehört, zuzuhören.

Aufgehört, jenen Beachtung zu schenken, die mir erklärten, dass es einfachere, sichere und lukrativere Berufe gäbe als jene des Verlegers. Mit Verlaub – das wusste, und weiß, ich auch selbst.

Und nun steht der egoth-Verlag vor seinem 17. Geburtstag im Juni 2021, ist immer noch nicht volljährig, aber schon erwachsen. Dass ich mich in der Nische des Sportbuches behaupte, macht mich stolz, dass ich das mache, was ich will, glücklich.

In meinem Beruf verschmelzen die Leidenschaften meines Lebens. Die Liebe zum gedruckten Wort wurde mir von meinem Vater in die Wiege gelegt, jene zur Bewegung fand ich selbst im Laufe der Jahre und Jahrzehnte. Heute bin ich begeisterter Ultratrail-Runner, es kann mir nicht lang und schwer genug sein: Sag mir, dass etwas unmöglich ist, und du hast meine Aufmerksamkeit geweckt.

Nun bedarf es zwar nicht viel, einen Verlag zu gründen, doch es ist allemal eine Herausforderung, diesen zum Laufen zu bringen. Weil es eben doch nicht ganz so einfach ist, aus dem Nichts ein produktions- und kostenintensives Business auf die Beine zu stellen. Weil jedes Buch, das auf den Markt gebracht wird, eine Wette mit mir selbst ist. Doch ich gebe alles, was ich kann, und ich bin mir bewusst, dass ich nur das, was ich gerne mache, auch gut mache: Ich liebe es, Verleger zu sein!

Ich kokettiere damit, dass egoth ein „Guerilla“-Verlag ist, einer, der Aufmerksamkeit findet und das eine oder andere Mal (und hoffentlich immer öfter) auch mit den großen, renommierten Verlagshäusern mithalten kann. egoth ist schnell und beweglich, potenzielle Autorinnen und Autoren bekommen auf eingereichte Manuskripte zeitnah Zu- oder Absagen, und von der Buch-Idee bis zum fertigen Produkt dauert es auch nicht lange.

„Der Weg des Buches“ ist ein Weg, den ich permanent beschreite“ (Durch Klick auf Abb. zum Verlagsprogramm)

So sehr ich mich in der Rolle des Verlegers gefalle, weiß ich dennoch, dass der Star in meinem Universum ein anderer ist: die Leserschaft. Personen, die ein genuines Interesse am Sport haben und bereit sind, über den Spielfeldrand hinauszublicken, um sich mit Hintergründen und Analysen abzugeben. Oder die willens sind, mehr über die großen Namen des Sports zu erfahren, über Basketball-Mythos Kobe Bryant, oder über Fußball-Star Francesco Totti oder demnächst über F1-Reporterlegende Kai Ebel oder über die österreichische Tennis-Queen Barbara Schett.

egoth-Bücher sollen einerseits unterhalten, andererseits auch Wissen transportieren. Das ist, was ich auch bei meinen Ultraläufen suche und finde – sie sollen mir Spaß machen, und sie sollen meinen Horizont wie auch meine Komfortzone erweitern. „Der Weg der Läufer“ ist eines jener Werke, das demnächst erscheint. „Der Weg des Buches“ ist ein Weg, den ich permanent beschreite.

Dass egoth den Leserinnen und Lesern schöne und wertvolle Bücher anbieten kann, dafür sorge nicht nur ich, sondern beispielsweise auch die Buchproduktion „vielseitig“ rund um Sonja Franzke in Wien oder ein starker vertrieblicher Partner, Juliane Seyfarth und Team, in München. Dafür sorgt besonders aber auch der Buchhandel, mit dem sich gerade in schwierigen Zeiten die Bande der Zusammenarbeit im Zeichen der Kreativität und virtuellen Präsentationen verstärkt hat: danke an alle, die mit und für egoth ihr Bestes geben!

In diesem Sinne wünsche ich gleichermaßen gute Lektüre und, gegebenenfalls, gute sportliche Aktivitäten!

Egon Theiner

Zuletzt brachten wir das Editorial von Norbert Treuheit

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