Darüber freut sich heute Knut Reinoss vom Arctis Verlag: Erfolgreich auch dank TikTok – Adam Silvera auf der Bestsellerliste

Der US-amerikanische Autor Adam Silvera steht mit seinem Jugendroman Am Ende sterben wir sowieso (Arctis, übersetzt von Katharina Diestelmeier) drei Jahre nach Erstveröffentlichung in Deutschland auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Der Autor sei damit eine der wichtigsten und meistgelesenen literarischen Stimmen im Jugendbuchgenre – speziell im Bereich LGBTQ+, so der Verlag. Der ungewöhnliche Erfolg sei auf die Entwicklung in den USA zurückzuführen, wo das Buch (Originaltitel: They both Die at the End) – vier Jahre nach Erscheinen – seit Monaten auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste Paperback steht.

2018 erschien Am Ende sterben wir sowieso als Hardcover bei Arctis, mit der Taschenbuchausgabe in diesem Frühjahr „haben die Verkäufe noch einmal richtig Fahrt aufgenommen“, heißt es in einer Mitteilung des Verlags. Der Hype um den Roman sei auch auf die Social-Media-Plattform TikTok zurückzuführen. Unter dem Hashtag #booktok haben sich während der Pandemie besonders viele Jugendliche ausgetauscht. In der Booktok-Community werden seitdem unzählige Videos zum Buch hochgeladen. Allein der Hashtag #amendesterbenwirsowieso wurde knapp 650.000 Mal verwendet, der englischsprachige Titel #theybothdieattheend sogar über 50 Millionen Mal. Nutzerinnen und Nutzer zeigen sich nach dem Lesen höchst emotional und in amerikanischen Buchhandlungen wird das Buch u.a. beworben mit „Der Bestseller, der ganz BookTok zu Tränen rührt!“

Selbst der Autor zeigt sich auf seinem Instagram Account überwältigt von der aktuellen Resonanz und dem überraschenden Erfolg: „Ich bin super geflasht und dankbar und habe euch in den nächsten Jahren noch so viel mehr Queerness und GEFÜHL zu geben.“ Als They Both Die at the End im April das bis dato bestverkaufte Jugendbuch 2021 in den USA wurde, konnte Silvera es kaum fassen. In einem Post schrieb er: „Als ich die Idee für das Buch hatte, fragte ich mich, ob nur Bücher über einen heterosexuellen Jungen und ein heterosexuelles Mädchen erfolgreich sein könnten. Ich bin froh, dass ich diese Geschichte so erzählt habe. Meine queeren Latinos machen ihr verdammtes Ding.“

Knut Reinoss (Foto: Arctis Verlag)

In seinem Roman erfahren die Protagonisten Mateo und Rufus an einem Tag im September, dass sie innerhalb der nächsten 24 Stunden sterben werden. Gemeinsam versuchen sie, ein ganzes Leben an nur einem Tag zu führen. Silvera scheint weltweit einen Nerv getroffen zu haben, der durch die Pandemie noch verstärkt wurde, wie der Autor selbst vermutet: „Alles, womit wir gerade konfrontiert werden, gibt den Menschen die Möglichkeit, innezuhalten und zu reflektieren, was im Leben am meisten zählt. Wie sie das Beste aus jedem einzelnen Tag ziehen können, weil sie ihn nicht mehr für selbstverständlich hinnehmen.“
Arctis-Verlagsleiter Knut Reinoss über den Bestseller: „Das Carpe Diem-Thema ist ganz zentral in dem Roman Am Ende sterben wir sowieso. Der Erfolg zeigt die ungebrochene Sehnsucht junger Leser:innen nach außergewöhnlichen und herzergreifenden Büchern. Das Phänomen Adam Silvera zeugt aber auch von der starken Verbindung zwischen dem klassischen erzählenden Medium Buch und den modernen sozialen Medien. Ohne die virale Verbreitung auf TikTok durch die Fans wäre Silveras immenser Erfolg kaum denkbar gewesen. Adam Silvera ist der Jugendbuch-Autor der Stunde!“

Derzeit schreibt der queere Autor am Drehbuch für die Adaption seines Romans, denn Am Ende sterben wir sowieso wird als TV-Serie verfilmt. Für Adam Silvera, der, wie er selbst schreibt, arm aufgewachsen ist und nicht auf dem College war, geht damit ein Traum in Erfüllung. Im Frühjahr 2022 erscheint bei Arctis Silveras Debütroman More Happy than not, der in den USA ebenfalls ein New York Times-Bestseller war und international bereits in 15 Länder verkauft ist.

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