Der andere Fragebogen Wie war Ihr Jahr, Rita Bollig?

Seit dem 6. Dezember (Nikolaustag) fragen wir wieder bis zum 6. Januar 2022 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Heute beantwortet  dtv-Marketingleiterin Rita Bollig unseren „anderen“ Fragebogen:

Rita Bollig: „Mehr lesen möchte ich in diesem Jahr über persönliche Begegnungen: Veranstaltungen, Messen und Lesungen“

Welcher Tag war Ihr schönster im letzten Jahr?

Beruflich: der 20. August, als das erste Foto eines liebevoll dekorierten Jubiläums-Schaufensters eintraf. Und dann ging es Schlag auf Schlag, jeden Tag kamen Fotos von gestalteten Schaufenstern und Tischen unserer Jubiläen herein: 50 Jahre junior, 60 Jahre dtv und 100 Jahre Piatti. Es war und ist überwältigend, diesen Einsatz der Buchhändler zu sehen und damit auch die Früchte der Verlagsarbeit.

Vielen Dank an dieser Stelle dafür, liebe Buchhändler!

Privat: auch ein Jubiläum – eine Feier auf der „Alten Utting“. Fühlte sich fast wie früher an.

Worüber haben Sie sich 2021 am meisten geärgert?

Meistens darüber, dass ich mich geärgert habe.

Was war 2021 Ihr schönster Erfolg?

Neben den oben genannten Jubiläen sicherlich jede Folge unseres Podcasts „Dora Heldt trifft …“ und hier insbesondere der Jahresrückblick 2021. Dora Heldt konnte stellvertretend drei außerordentlich engagierte Büchermenschen für diese Folge finden – Petra Hartlieb, Sarah Reul und Florian Valerius. Eine perfekte Mischung aus Leidenschaft und großartigen Buchtipps.

Die Folge erscheint am 30.12. (https://www.dtv.de/special-podcast/start/c-2305)

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?

Jede Kampagne, die nicht so „aufgegangen“ ist, wie wir uns das gewünscht hätten/haben.

Ihre schönste Buchhandlung /Ihr liebster Verlag im letzten Jahr?

Die „Buchhandlung Boll, Schmid und Co.“ in München-Solln. Und ein Buchladen, den ich immer besuche, wenn ich in Köln bin, ist der „Siebte Himmel“ im belgischen Viertel. Der Name ist Programm.

Ein Verlag, den ich erst in diesem Jahr so richtig entdeckt habe (Asche auf mein Haupt), ist Magellan: Wunderschöne, liebevoll gestaltete Bücher.

Von welchem Thema wollen Sie (warum) in diesem Jahr nichts mehr lesen?

Es sind eher nicht die Themen, sondern die Art, wie über Themen diskutiert wird. Oft mit zu viel Gnadenlosigkeit anderen Positionen gegenüber und zu wenig Bereitschaft zu Perspektivwechseln. Und das ist auch durchaus selbstkritisch gemeint.

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?

Über persönliche Begegnungen: Veranstaltungen, Messen und Lesungen.

Welchen Fehler aus dem letzten Jahr möchten Sie in diesem Jahr vermeiden?

Passwörter vergessen.

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?

Keine Passwörter zu notieren.

Welches Buch hat Ihnen im letzten Jahr besonders viel Freude gemacht?

Alle Bücher, die von Stephan Kleiner übersetzt wurden. Liebe Grüße!

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im neuen Jahr?

Klingt langweilig, stimmt aber: alle Bücher, die in unserem Verlag erscheinen. Wir sind seit Monaten schon mitten in 2022.

Von wem würden Sie gern auch mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?

Von Annika Hartmann. Liebe Grüße!

Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?

Welchen Satz aus einem Buch ich 2021 am meisten mochte.

Hier können Sie die auch beantworten:

„Die einzige Möglichkeit, etwas vom Leben zu haben, ist, sich mit allem, was man hat, hineinzuwerfen.“ Ein Zitat aus Christian Hubers Man vergisst nicht, wie man schwimmt. Das Buch erscheint am 16. März 2022 und ist eine große Leseempfehlung.

Gestern beantwortete Nicole Schindler unseren anderen Fragebogen, morgen fragen wir Michaela Hueber

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