Auszeichnungen Übersetzungspreis „Rebekka“ geht 2026 an Silvia Morawetz

Silvia Morawetz (Foto: W. Heermann)
Silvia Morawetz (Foto: W. Heermann)

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für langjähriges, herausragendes Übersetzen „Rebekka“ geht 2026 an die Literaturübersetzerin Silvia Morawetz, bekannt als deutsche Stimme von Joyce Carol Oates, James Herriot, Paul Harding, Ali Smith u.v.a. Seit vierzig Jahren übersetzt die promovierte Anglistin, Amerikanistin und Germanistin aus dem Englischen, vornehmlich britische, US-amerikanische und kanadische Autorinnen und Autoren. Die Jury begründet die Auszeichnung u.a. mit „der Präzision, der Tongenauigkeit und der stilistischen Raffinesse“ in all den unterschiedlichen Genres, die sie den deutschsprachigen Leserinnen und Lesern nahegebracht hat, ob Roman, Krimi, Erzählung, Lyrik, Essay, Jugendliteratur, Hörspiel, Biografie oder Kunstgeschichte. Mit Silvia Morawetz zeichne die Jury nicht nur eine brillante, stilsichere Übersetzerin aus, sondern auch eine engagierte Kollegin, die sich viele Jahre lang für die Belange ihrer Berufsgruppe eingesetzt habe.

Die Preisverleihung durch den Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e.V., ausgerichtet vom Verband deutschsprachiger Übersetzer/innen VdÜ, findet am Freitag, 20. März 2026, im Übersetzerforum der Leipziger Buchmesse statt.

Die Jurorinnen Eva Schweikart, Regina Rawlinson und Karen Nölle schreiben in ihrer Begründung: „Die Übersetzungen von Silvia Morawetz bestechen durch ihre Präzision, ihre Tongenauigkeit und stilistische Raffinesse auf allen Ebenen der Komplexität und in all den unterschiedlichen Genres, in denen sie uns begegnet ist, ob Roman, Krimi, Erzählung, Lyrik, Essay, Jugendliteratur, Hörspiel, Biografie oder Kunstgeschichte. Seit vierzig Jahren übersetzt Silvia Morawetz aus dem Englischen, vornehmlich britische, US-amerikanische und kanadische Autor:innen, immer in einer Qualität, die uns vorbildlich erscheint. Auf diese vieljährige Kontinuität, professionelle Begeisterung und Können soll die Verleihung der Rebekka 2026 aufmerksam machen. Viele Leserinnen und Leser lernten durch sie die Werke von Terry Eagleton, James Kelman, Ali Smith, Peter May und David Bellos, Anne Sexton, Joyce Carol Oates, William H. Gass, Gore Vidal, Henry Miller und Lily Brett, Elisabeth Bowers und vielen anderen kennen. Mit Silvia Morawetz zeichnen wir nicht nur eine brillante, stilsichere Übersetzerin aus, sondern auch eine engagierte Frau, die sich über viele Jahre für die Belange der Kolleginnen und Kollegen eingesetzt hat.“

Geboren 1954 in Gera, hat Silvia Morawetz in Leipzig nach einer Ausbildung zur Elektronikfacharbeiterin Anglistik, Amerikanistik und Germanistik studiert und dort 1984 promoviert. 1988 siedelte sie nach Heidelberg über, wo sie sich von 1990 bis 1997 als Redakteurin und Herausgeberin der Zeitschrift „Übersetzen“ engagierte. Seit 2003 lebt und arbeitet sie in Celle. Sie wurde mehrfach mit Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, der Länder Baden-Württemberg und Niedersachsen ausgezeichnet; für ihre Übertragung der Gedichte von Anne Sexton erhielt sie ein Stipendium vom Literarischen Colloquium Berlin.

Silvia Morawetz ist die sechste Preisträgerin nach Cornelia Holfelder-von der Tann, Maike Dörries, Regina Rawlinson, Anne Emmert und Malte Krutzsch. Wie in den Vorjahren gehört zu der Auszeichnung auch 2026 ein Kunstwerk von Friederike von Criegern.

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