1985, zu seinem sechzigsten Geburtstag, hat der damalige Marktführer im Kinderbuch-Markt Franz Schneider (Schneider Bücher) seinen Verlag an die dänische Gutenberghus Gruppe verkauft. Untätig ist Onkel Franz, als der er bei Millionen Kindern bekannt war, allerdings in den seither fünfzehn Jahren nicht gewesen: Er machte den Pilotenschein, kaufte sich ein Flugzeug (das er Bärli-Airline nannte), mit dem er weltweit unterwegs war und beschäftigte sich mit Kunst. Jetzt, kurz vor seinem 75. Geburtstag am 8 März, meldet er sich unter dem Pseudonym Jo Baerli als Pop Art-Künstler zurück mit einer Ausstellung seiner Bilder, deren Stil er von Andy Warhol und Roy Lichtenstein entlehnt hat. (s. Abb Der gebrochene Eid). In der ehemaligen Lagerhalle seines alten Verlagsgebäudes zeigt er ab März rund 30 seiner Bilder und verkauft sie auch zugunsten eines Hilfsfonds für Kinder in Not.
Wie war Ihr Monat, Julia Bielenberg?
Jeden Monat fragen wir Menschen aus der Buchbranche nach ihrem Monat. Dieses Mal: Oetinger-Verlegerin Julia Bielenberg, die zuletzt zur Hamburger Familienunternehmerin des Jahres gewählt wurde.