Der Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen den Aufbau-Verlag (s. Meldung vom Vormittag) ist beileibe nicht, wie man bei Aufbau vermutete, die einzige juristische Gegenreaktion von Libro / Lion auf die verhängten Liefersperren.Libro will offiziell keine Namen nennen, spricht aber von „etlichen weiteren Anträgen“. Nach BuchMarkt-Recherchen gehören zu den Betroffenen beispielsweise auch Verlagsgruppen wie Bertelsmann (bestätigt) oder Econ/Ullstein/List (Info erwartet) und allem Anschein nach auch Holtzbrinck-Verlage (noch unbestätigt). In Kürze mehr…Auch für die Verlage der mi-Gruppe tagen die Anwälte. Allerdings gibt es z.Zt. noch keinen Libro-Antrag auf EV. Wahrscheinlicher Grund: Bei mi hat man differenziert auf das Billig-Angebot von mi-Sellern bei lion.cc reagiert: Vollsperrung nach Österreich, aber Belieferung der deutschen Libro-Filialen. Allerdings hat man Libro wissen lassen, dass man die Bestellmengen aus Deutschland genau beobachtet und bei ungewöhnlichen Abweichungen nach oben sofort reagieren wird. Man will eine Umgehung der Liefersperre für Österreich verhindern. Aufbau-Verlag lädt zur Pressekonferenz am 18.7. um 16.00h in den Verlagsräumen. Die Einladung der Presse für den Nachmittag nach der mündlichen Verhandlung gilt unabhängig vom Ausgang der Verhandlung vor dem Berliner Landgericht. p.s.: Der Aufbau-Bestseller „Die Päpstin“ von Donna Cross ist bei lion.cc zwischenzeitlich im Angebot „Bestseller billiger“ nicht mehr zu finden. Folge des Lieferstopps?
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Christoph Honig ist Buchhandelsberater. Dieses Mal erläutert er, warum es helfen kann Probleme zu benennen.