Wie erst jetzt bekannt wird, hat das Landgericht München sieben (!) Libro-EV-Anträge gegen Münchner Verlage auf einen Schlag abgeschmettert, und zwar ohne mündliche Verhandlung. Daraufhin hat Libro am 27.7. (einen Tag vor dem gemeldeten Kompromiss mit Bertelsmann) Beschwerde beim OLG München eingelegt. Der Senat will die Sache in einem Sammelverfahren am 14. September verhandeln und hat von den Verlagen eine Stellungnahme bis 1.September gefordert. Interessantes Detail: Betroffen ist auch GU – und GU hat nach dem Kompromiss die Liefersperre ebenso aufgehoben wie die gleichfalls zur Ganske-Gruppe gehörenden Verlage HoCa und Guiness. Leser-Reaktionen entnehmen wir, dass Pressemeldungen über einen Entscheid des Landgerichts Frankfurt (Az.: 3-11091/00), nach dem Libri die Lieferung an Libro wieder aufnehmen muss, als Niederlage im Ringen um den Erhalt der Preisbindung aufgefasst werden. Diese Interpretation ist falsch: Libri hatte, wie gemeldet, nicht wegen der Billig-Offerte von lion.cc die Lieferung eingestellt, sondern wegen unzumutbarer Geschäftspraktiken und Zahlungsunregelmäßigkeiten den Vertrag mit Libro fristlos gekündigt. Nach Auffassung des Gerichts reichen die von Libri angeführten Gründe nicht aus für eine fristlose Kündigung. Ob Libri gegen die Entscheidung des Frankfurter Landgerichts Berufung einlegt, war noch nicht zu erfahren.Wir bleiben dran! Sie wissen ja: Infos an und von unserer Preisbindungs-Hotline: 02150-91 91 -13 (Jo Volks) Fax -51 Email jo.volks@buchmarkt.de
James Marriott warnt vorm Ende des Lesens
Am 6. Oktober 2026 erscheint passend zum Start der Frankfurter Buchmesse und den kürzlich veröffentlichten Pisa-Ergebnissen das 256 Seiten umfassende Buch „Das Ende des Lesens“ von James Marriott in der