Ein Hochschullehrer der Westfälischen Wilhelms-Universität hat beim Landgericht Münster eine einstweilige Verfügung gegen den Vertrieb des Kriminalromans „Wilsberg und der tote Professor“ von Jürgen Kehrer beantragt. Das teilt Dr. Rutger Booß, Grafit-Verleger, in einer aktuellen Pressemitteilung mit und lädt „herzlich“ zu einer Pressekonferenz, bei der auch der beklagte Autor Jürgen Kehrer sowie sein Rechtsbeistand RA Wilhelm Achelpöhler anwesend sein werden, ein.
Der Privatdozent im Fachbereich Philologie, nach eigener Aussage Spezialist für Geheimsprachen, sieht sich in der Romanfigur des Professors Kaiser verleumderisch gespiegelt, eines üblen Machtmenschen und Schürzenjägers, den auf Seite 11 des Romans die Kugel seines Mörders vor der Vollendung des Beischlafs mit einer Studentin im professoralen Dienstzimmer trifft. Der Hochschullehrer, der sich in der Figur des Ermordeten wiederzuerkennen glaubt, beantragt das Vertriebsverbot des Romans bei Androhung eines Zwangsgeldes von 250.000 Euro.
„Großer Preis des Deutschen Literaturfonds“ an Esther Dischereit und weitere Auszeichnungen
Den „Großen Preis des Deutschen Literaturfonds“ erhält in diesem Jahr Esther Dischereit. Sie wurde von der Jury, bestehend aus Maryam Aras, Matthias Kniep und Miriam Zeh, aus dem Kreis der