Der Berliner Autor Ralf Rothmann erhält den mit 5000 Euro dotierten Evangelischen Buchpreis 2003 für seinen Roman „Milch und Kohle“. Rothmann sei ein sensibler, im besten Sinne traditioneller Erzähler, der jenseits vom Zeitgeist der Coolness von dem erzählt, was viele Menschen interessiert: von der Sehnsucht nach gelingenden Leben, heißt es in der Begründung der Jury. In dem Roman geht es um eine Jugend im Ruhrgebiet der 60er Jahre. Aus Sicht des anfangs 15-jährigen Simon werde realistisch und humorvoll von Alltagssorgen und Niederlagen, von Sehnsüchten und Abschieden erzählt.
Rothmann wuchs im Ruhrgebiet auf und lebt seit 1976 in Berlin. In diesem Frühjahr erschien sein neuer Roman „Hitze“, wie alle seine Bücher im Suhrkamp Verlag. Die Preisverleihung findet am 4. Juni in Frankfurt/Main statt.
Der Evangelische Buchpreis ist ein Leserpreis, der seit 1979 jährlich vergeben wird. Ausgezeichnet werden nach Angaben des Verbandes Evangelischer Büchereien „Bücher, für die Christen sich einsetzen können“.
Birte Kreft: „Die teuersten Produktionen sind nicht automatisch die überzeugendsten Bücher“
Die Stiftung Buchkunst ehrt seit 60 Jahren herausragende Buchgestaltungen und feiert das ab September mit einer Ausstellung in Frankfurt. Wir haben Geschäftsführerin Birte Kreft gefragt, was sich über die Jahre