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ver.di: Nach einem Jahr tariflosem Zustand nehmen die Verhandlungspartner in Rheinland Pfalz Gespräche auf

Im Tarifkonflikt des Einzelhandels Rheinland-Pfalz wird nach monatelanger Gesprächspause wieder verhandelt. Am Freitag, 25. April treffen sich die Verhandlungskommissionen in lzey, gibt ver.di in einer Pressemitteilung bekannt.

„Wir wollen ernsthaft an einer Einigung arbeiten und hoffen, dass auch die Arbeitgeber echte Verhandlungsbereitschaft mitbringen und kein Schaulaufen veranstalten wollen“, sagt Dirk Reimers, Verhandlungsführer von ver.di Rheinland-Pfalz.

Seit einem Jahr herrscht tarifloser Zustand. Das birge erhebliche Risiken für die Beschäftigten, so ver.di. Nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die schon vor Kündigung des Tarifvertrages angestellt waren, sind die Arbeitsbedingungen über die sogenannte Nachwirkung gesichert. Neueinstellungen und Aushilfen werden vielerorts schon wesentlich schlechter gestellt.

Reimers: „Wir werden es nicht hinnehmen, dass in den Betrieben des Einzelhandels eine Zweiklassengesellschaft etabliert wird. Wir werden nicht eher Ruhe geben, bis wir einen vernünftigen Tarifvertrag durchgesetzt haben.“

ver.di fordert eine Lohn- und Gehaltserhöhung um 100,00 Euro monatlich und eine Anhebung der niedrigsten Einkommen auf mindestens 1500,00 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 50,00 Euro angehoben werden.

Die Arbeitgeber bieten 1,7%, wollen im Gegenzug allerdings Spät- und Nachtzuschläge streichen. Angesichts der verlängerten Ladenschlusszeiten sind viele Betroffene empört. Dirk Reimers: „Unternehmer sollten wissen, dass Händlerinnen und Händler rechnen können. Was auf dem Tisch liegt, wäre unterm Strich ein Minusgeschäft von 3%.

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