Home > Verlage > Übernahme der Pettersson und Findus Rechte aus TV-Loonland Insolvenz beflügelt Edel AG: Ungenutztes Potential

Übernahme der Pettersson und Findus Rechte aus TV-Loonland Insolvenz beflügelt Edel AG: Ungenutztes Potential

Die Hamburger Entertainment-Gruppe Edel AG hat sich „aus dem Tafelsilber“ (Edel-Sprecher Bernd Hocke) der insolventen TV-Loonland AG die künftige Auswertung von Europas beliebten Trickfilmfiguren gesichert.

Mit dem Erwerb der Auswertungsrechte für die TV- und Kinofilme um die Trickfilmfiguren Pettersson und Findus reserviert sich der Unternehmensbereich Edel:Kids laut Hocke „Entwicklungsmöglichkeiten mit höchstem Potenzial für Umsatz und Ergebnis.“

Bestandteil des Kaufs sind die Merchandising-, Musikverlags- und Teile der Druckrechte. Edel-CEO Michael Haentjes präzisiert: „Es geht hier um viele Rechte, die noch gar nicht ausgenutzt wurden, denken Sie etwa an den Druck von Tapeten“. Es geht also nicht um die Buchrechte, die natürlich weiter bei Oetinger bleiben.

Haentjes würde im Gegenteil „sehr gern mit dem von uns geschätzten Verlag“ zusammenarbeiten, etwa bei einem gemeinsamen Vertrieb von Tonträgern – „zumal Oetinger kaum 300m von uns entfernt sitzt“,

Stolz ist man bei Edel darauf, dass die erworbenen Rechte alle zeitlich unbefristet ausgewertet werden dürfen („Lebenslang“, wie Pressechef Hocke sagt). Territorial erstrecken sich die Rechte auf alle wesentlichen Gebiete, wie Deutschland, Österreich, Schweiz, USA, UK, Italien und zahlreiche osteuropäische Länder.

Edel hatte bereits seit 2000 Teile der Marke auswerten dürfen. Allein mit diesen Rechten gelang es, vier Millionen Pettersson und Findus CDs und DVDs zu verkaufen. Michael Haentjes freut sich über den Coup: „Aus meiner Sicht ist die Marke aber nie so ausgewertet worden, wie sie es verdient hätte. Besonders im Merchandising hätten wir mehr daraus gemacht – wenn wir nur die Rechte gehabt hätten. Durch diesen einzigartigen Deal können wir die Marke nun gemeinsam mit unseren Partnern national und auch im internationalen Markt sehr viel weiter ausbauen und ich denke: Es werden nicht nur Kinderaugen leuchten – auch unsere Aktionäre werden ihre helle Freude daran haben.“

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