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Holger Ehling (50)

Holger Ehling
© Jeanette Faure

Holger Ehling wird heute 50 Jahre alt. Peter Ripken, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V./Frankfurt (litprom), gratuliert dem BuchMarkt-Autor, Medienexperten und PR-Berater (www.ehlingmedia.com) zum runden Geburtstag:

Wenn der Begriff kontaktfreudiger Netzwerker nur irgend taugt, so gilt er schlankweg für Holger Ehling. Der weltweiten Buchbranche wäre viel verloren gegangen, wenn der junge Mann aus Nordhessen nach Anglistik- und Germanistik-Studium in Göttingen etwa Hochschullehrer geworden wäre. Dafür hatte er gute Karten: Schon 1985 gründete er „Matatu – Journal for African Culture and Society“ – ein Forum für Afrikas Intellektuelle und Pflichtlektüre für die steigende Zahl derer, die sich für afrikanische Kulturen und „postkoloniale“ Literaturen interessierten. Als er sich entschied, sich ganz dem Journalismus zu widmen (ohne freilich vom Engagement für Afrikas Literaturen und Politik zu lassen, wovon viele Bücher zeugen, an denen er maßgeblichen Anteil hatte), überließ er „Matatu“ dem Amsterdamer Wissenschaftsverlag Rodopi.

1990 ging Holger Ehling an die Hamburger Journalistenschule. In den folgenden Jahren hörte, las oder sah man ihn u.a. aus Niedersachsen (für RTL) oder aus Afrika, besonders aus Nigeria. Er berichtete früh über das ökologische Desaster im ölreichen Nigerdelta und engagierte sich für den Autor und Umweltaktivisten Ken Saro-Wiwa, der 1995 von der Militärdiktatur hingerichtet wurde.

Durch eine glückliche Fügung wurde er Mitte 1994 zu Zeiten von Peter Weidhaas Pressesprecher der Frankfurter Buchmesse, die er elektronisch in neue Zeiten führte. Damals entwickelte er seine heute noch phänomenalen Kenntnisse der internationalen Verlagswelt.

Und die hat ihn bis heute nicht losgelassen. Sein Wissen über das „Who is Who in der Buchwelt“ war nützlich, als er Ende 1977 die Buchmesse verließ und als freier Korrespondent nach London ging. Auch die britische Hauptstadt – er berichtete für n-tv (von der Börse!), ARD und verschiedene Medien – hat ihn seither nicht losgelassen: Sein bisher größter Erfolg als Autor heißt just „England, glorious England“ (Ch. Links Verlag, Berlin 2009), eine ironisch-witzige Auseinandersetzung mit Klischees und Realitäten unserer englischen Nachbarn. Weitere Bücher mit einschlägigen Themen dürften (und werden) folgen.

Ab Herbst 2002 heuerte er dann wieder bei der Frankfurter Buchmesse an, als Kommunikationsdirektor und Mann fürs Internationale. Wieder stellte er Weichen, wieder netzwerkte er weltweit, u.a. in der arabischen Welt, in Südafrika und sogar in Nordkorea.
2005 trennte sich Buchmessen-Direktor Juergen Boos Knall auf Fall von ihm. Ehlings Selbstbewusstsein konnte das freilich wenig anhaben, noch weniger seinem guten Ruf in der Branche. Seither konzentriert er sich auf sein Forte: mit seiner Kommunikationsagentur entwickelt er Konzepte für Veranstaltungen und Marketing, er reist auf Buchmessen und berät tatkräftig Firmen und Initiativen.

In seinen Blogs zu Branchenthemen ist er meinungsfreudig, oft bis zur süffisanten Ironie, aber immer außerordentlich sachkundig und beschlagen. In Neuseeland, Gastland der Frankfurter Buchmesse 2012, ist er natürlich auch schon gewesen: Vor Jahren war er dort bei Radio New Zealand tätig.

Kontakt: holger@ehlingmedia.com

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