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Cervantes Canuda: Der „Friedhof der vergessenen Bücher“ stirbt

Hippe Klamotten statt Bücher: Die Lliberia Cervantes Canuda in Barcelona, Vorbild für Carlos Ruiz Zafóns „Friedhof der vergessenen Bücher“ in seinem Roman „Der Schatten des Windes“, muss aufgeben. In die Räumlichkeiten des historischen Buchladens und Antiquariats wird demnächst eine Niederlassung der Textilkette Mango einziehen.

Die Canuda in der gleichnamigen Straße in Barcelona

Der Grund für die Schließung sind immens gestiegene Mietforderungen des Hauseigentümers, denen Inhaber Santiago Mallafré Gou nicht mehr nachkommen kann. Außerdem treten demnächst neue Mietgesetze in Kraft, die großzügig und recht einseitig die Interessen der Vermieter bedienen.

Die Canuda wurde 1931 von Santiago Mallafré Gous Vater Ramon Mallafré Conill gegründet, sein momentaner Bestand gibt man seitens der Buchhandlung mit ca. 200.000 Titeln an, davon eine große Zahl von Erstausgaben.

Vor einigen Monaten musste aus den gleichen Gründen schon die traditionelle Buchhandlung Llibreria Catalonia an der Plaça Catalunya schließen, dort wird nun eine weitere McDonald-Laden eröffnet.

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