
Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die Zeit besprochen?
Der Freitag Ausgabe 37:
„Wir Kinder schämten uns“ Im Gespräch: Paula Fürstenberg schreibt in ihrem neuen Essay über ihre Verletzungen als Nachwendekind, wie sie die Abwesenheit der Eltern und massive rechte Gewalt erlebt hat.
Von Maxi Leinkauf
Niewiedervereinigung. 100 Zwischenrufe zur deutschen Einheit – Paula Fürstenberg. Kiepenheuer & Witsch 2026, 256 S., 18 €
Wir beerdigen das Genie und die Muse. Von Gala Dalí bis Kim Kardashian: Elisa von Hof zeigt in ihrem neuen Buch, wie sich das Verhältnis zwischen Muse und Genie entwickelt hat – und sie schlägt eine Alternative zu diesem toxischen Modell vor
von Wolfgang Asenhuber
Unsichtbare Musen. Frauen, die unsere Welt veränderten – Elisa von Hof. Klett-Cotta 2026, 398 S., 25 €
Der neue Foucault ist ganz der alte. Ein neues Buch von Michel Foucault? Dieses Manuskript aus einer Kiste seines Nachlasses könnte die politischen Kämpfe um Gender erweitern
von Haziran Zeller
Die Hermaphroditen -Michel Foucault.Suhrkamp 2026, 154 S., 26 €
Ich bin nicht Pinuccio! Giuliano Musio verwandelt den Pinocchio-Stoff in einen hintersinnigen Roman über Identität, Erinnerung und einen Vater, der zu viel weiß und zu lange schweigt
von Philipp Haibach
Aus anderem Holz – Giuliano Musio. Luftschacht 2026, 277 S., 26 €
Prof. Erhard Schütz warnt vor Achtsamkeit und erfährt Neues über den Vater der Psychoanalyse : So liest man Freud gegen den Strich Freuds
Achtsam geht die Welt zugrunde. Wie die Ideologie der Achtsamkeit gesellschaftlichen Wandel blockiert – Kathrin Fischer. hanserblau 2026, 255 S., 22 €
Freud erzählt einen Witz – Christfried Tögel und Jörg-Dieter Kogel (Hrsg.) Die Andere Bibliothek 2026, 259 S., 28 €
Freud gegen den Strich. Eine andere Geschichte der Psychoanalyse – Andreas Mayer. Matthes & Seitz 2026, 223 S., 26 €
Das Unbehagen in der Kultur – Sigmund Freud. Czernin 2026, 119 S., 24 €
Kritische Theorie über den Antisemitismus – Lars Rensmann. Edition Tiamat 2026, 399 S., 34 €
„Ich hatte es einfach satt“: Die Memoiren von Rosa Parks erscheinen auf Deutsch – und machen Schluss mit dem Bild der sanften älteren Dame
von Sonja Eismann
Meine Geschichte Rosa Parks (mit Jim Haskins) – Sonja Bonin (Übers.) Unionsverlag 2026, 192 S., 24 €
Der Goldjunge, der sich immer wieder entzog. Freddie Mercurys älteste Weggefährtin gewährt intime Einblicke in das Leben des Queen-Sängers
von Harry Nutt
Ein Leben in Songs – Freddie Mercury, Mary Austin. C. H. Beck, 320 S., 38 €
Leseprobe eine Kooperation mit dem S. Fischer Verlag
Ich gebe niemanden auf. Wie radikales Vertrauen unsere Gesellschaft stärkt – Engin Çatık mit Ebru Taşdemir. S. Fischer Verlag 2026, 240 S., 20 €
Die ZEIT Ausgabe 39:
Zwischen Cholera und Malaria
Mathieu Belezi erzählt vom brutalen Kolonialismus in Algerien VON RAOUL LÖBBERT
Mathieu Belezi: Erde und Sonne angreifen. Roman; aus dem Französischen von Laura Strack; Matthes & Seitz, Berlin 2026; 142 S., 22,– €
Das Grauen spricht für sich
Shida Bazyars Roman über die Nazivergenheit eines Dorfes im Hunsrück
VON JOLINDE HÜCHTKER
Shida Bazyar: Die Lücken. Roman; Kiepenheuer & Witsch, Köln 2026; 512 S., 25,– €
Kolumne: Unterhaltung von Berit Dießelkämper
Die Hölle namens Ehe
Belle Burden zeigt drastisch, was es heißt, verlassen zu werden
Belle Burden: Fremde (Luchterhand, 24,– Euro)
„Manche Wörter fühlen sich schmutzig an«
Die Schauspielerin Gillian Anderson sammelte für ihre Bücher erotische Fantasien von Frauen. Ein kleines Telefonat zum großen Thema Sex, zu Politik und Aliens
Das Gespräch führte Laura Hertreiter
More. Mehr sexuelle Fantasien der Frauen im 21. Jahrhundert. Anonyme Stimmen.
Gesammelt von Gillian Anderson; a. d. Engl. v. Claudia Amor, Sylvia Bieker, Gisela Fichtl u. Anke Wagner-Wolff; dtv, München 2026; 384 S., 25,– €