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Heute in „Lidové Noviny“: Überraschende Textfunde von Literaturnobelpreisträger Jaroslav Seifert

Ein Sensationsfund in Prag: Unbekannte Texte des Dichters Seifert“ heißt es da auf der Titelseite, gefolgt von einem umfangreichen Beitrag auf der Seite 12: „Der Dichter, der keinen Geschmack an Gerichtsreportagen findet“.

Jaroslav Seifert ist der bislang einzige tschechische Literatur-Nobelpreisträger, zu seinen Lebzeiten als Mitunterzeichner der „Charta 77“ von den kommunistischen Machthabern schlecht gelitten.
Im Nachlass eines ehemaligen Redakteurs der Zeitung Lidové Noviny sind nun 23 unbekannte kurze Gerichtsreportagen des Autors gefunden worden – ein Novum für die Literaturwissenschaft. Und das von einem Autor, der im Alter von 27 Jahren von sich sagte: „Es scheint mir besser, ein schlechter und hungriger Dichter zu sein, als ein berühmter, vollgefressener Journalist!“
Aus Prag berichtet Wolfgang Schiffer in seinem Blog Wortspiele.

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