Am 17. Mai erscheint bei Zsolnay Arthur Schnitzlers Novelle Später Ruhm, ein frühes, bisher unveröffentlichtes Meisterwerk und ein Porträt der literarischen Bohème im Wien der Jahrhundertwende. „Scheint nicht übel gelungen. (…) Einige sehr gute Stellen“, schrieb Schnitzler darüber 1894 in sein Tagebuch.
Das Typoskript lag jahrzehntelang unbeachtet im Nachlass, bis zwei Forscher der Ludwig Boltzmann Gesellschaft in Wien es ans Tageslicht holten. Jetzt wird die Novelle erstmals veröffentlicht, 120 Jahre nach ihrer Entstehung.
Im Nachwort erzählen Wilhelm Hemecker und David Österle die Geschichte der Novelle: Wie sie entstand, nach dem „Anschluss Österreichs“ auf abenteuerliche Weise dem Zugriff der Nationalsozialisten entzogen und nach Cambridge gerettet werden konnte. Und warum sie erst jetzt publiziert wird.