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Wie sich Shell mit Kindle-Prämie blamiert hat

Die SZ hat genüßlich aufgearbeitet, was letzte Woche durch die Medien ging: Shell wollte mit einem Kindle-Lesegerät als Treueprämie Kunden zum Tanken locken. Doch das ging gründlich in die Hose.

Bei Shell haben offenbar überraschend viele Kunden bei einer Treueaktion mitgemacht, bei der sie 999 Punkte auf einer Shell-Kundenkarte sammeln mussten. Für diese 999 Punkte sollten die Kunden das neueste Lesegerät von Amazon bekommen. Haken an der Sache: Für jeden Liter Benzin gab es grade mal einen Punkt, womit sie die Prämie nicht eben als Schnäppchen erwies.

Also gab Shell in einer Sonderaktion von Ende März, Anfang April für eine Tafel Ritter Sport noch 100 Treuepunkte obendrauf, bei www.Schnäppchenfuchs.com las sich das so: „Ritter Sport für 12 Euro kaufen und Kindle Paperwhite kostenlos dazu bekommen“.

Dumm nur, daß Ende April der Kindle etwas teurer wurde. Deshalb gab es bei Shell-Tankstellen zwei kleine Packungen von Mars, Twix, Snickers oder Bounty für 1,50 Euro – und eben 100 Sammelpunkte. Nun also kostete der Kindle 15 Euro. Die Süßigkeiten freilich waren im Nu ausverkauft. Darauf kam es zu einem Ansturm am Freitag, der die Shell-Sonderseite, auf der man die Punkte in Kindles umtauschen konnte, in die Knie zwang. Als die Seite dann am Nachmittag wieder erreichbar war, gab es nur noch das kleinlaute Geständnis, daß die Abo-Prämie leider schon ausverkauft war…

„Eine Aktion, die man dem Börsenverein mal vorschlagen sollte: 10 Tafeln Ritter Sport gegen eine E-Reader, muss ja nicht ein Kindle sein“, kommentiert ein Leser.

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