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Arno Gruen

Arno Gruen

Der Psychoanalytiker und Buchautor Arno Gruen ist am Dienstag, den 20. Oktober 2015 im Alter von 92 Jahren in Zürich verstorben. Das teilt heute sein Verlag Klett-Cotta mit.

1923 in Berlin geboren, emigrierte Arno Gruen 1936 mit seiner Familie in die USA. Nach dem Studium der Psychologie leitete er ab 1954 die psychologische Abteilung der ersten therapeutischen Kinderklinik in Harlem. Es folgten Professuren in Neurologie und Psychologie. Seit 1979 lebte und praktizierte Arno Gruen in der Schweiz.
In seinen zahlreichen Veröffentlichungen beschäftigt sich Arno Gruen mit den psychologischen Ursachen für Gewalt und Fremdenhass, mit den Voraussetzungen für Autoritätsgläubigkeit und Demokratie. Für „Der Fremde in uns“ erhielt Arno Gruen im Jahr 2001 den Geschwister-Scholl-Preis.
Bis zuletzt setzte er sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander, so in seinem 2015 erschienen Buch „Wider den Terrorismus“, in dem er sich unter anderem mit den Anschlägen in Frankreich auseinandersetzt. Bis vor wenigen Wochen hat Arno Gruen noch an seinem neuen Buch gearbeitet. „Wider die kalte Vernunft“, eine fundamentale Kritik der abstrakten Rationalisierung, erscheint im Januar 2016.

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