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Berlin: Wieder großer Andrang beim Lesefest der kleinen Verlage am Wannsee

Zum mittlerweile dreizehnten Mal waren gestern Nachmittag „Kleine Verlage am Großen Wannsee“ zu Gast. Auf Einladung des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) präsentierten mehr als 30 unabhängige Verlage aus dem deutschsprachigen Raum ihre Bücher und Autoren.

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Pünktlich zum Beginn der Veranstaltung verzogen sich die dunklen Wolken. Kein richtiges Badewetter, kein Regen: ideale Voraussetzungen also für einen Besuch im LCB. Und zahlreiche Literaturfreunde nutzen denn auch die Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren. Auch in diesem Jahr rechneten die Veranstalter bis zum Abend wieder mit bis zu 1000 Besuchern.

Der große Saal, wo im Viertelstundentakt Lesungen von Autoren wie Anke Stelling, Rafael Seligmann, Steffen Popp, Mathieu Riboulet und Holger Siemann auf dem Programm standen, war stets voll besetzt. Den Auftakt machte die Comic-Autorin Tina Brenneisen, deren Ausstellung „Das Licht, das Schatten leert“, im Rahmen des `Lesefestes eröffnet wurde. Für das gleichnamige Buchprojekt erhielt sie den diesjährigen Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung. Zuletzt erschien ihr Comic Das gelbe Pony im Berliner Parallelverlag, den Tina Brenneisen vor vier Jahren gründete. Die Ausstellung ist bis zum 13. Oktober vor und nach den Abendveranstaltungen bzw. mit Voranmeldung zu sehen.

Tina Brenneisen

Auf der Terrasse und im Erdgeschoss der Villa waren die Verlagsstände wieder dicht an dicht aufgebaut, was für eine kommunikative Stimmung sorgte. Die Berliner Literaturfreunde freuten sich über so manche Entdeckung und waren ebenso begeistert von der Atmosphäre wie die Verlegerinnen und Verleger. „Wer einmal dabei war, kommt immer gerne wieder“, sagte Thomas Geiger vom LCB, der das Projekt einst aus der Taufe hob. Das LCB würde gerne noch mehr Verlage einladen, doch bei schlechtem Wetter wäre dann zu wenig Platz in der Villa. Einige Verlage wie kookbooks und der Verbrecher Verlag sind von Anfang an dabei, andere wie mikrotext, Frohmann und CulturBooks präsentierten sich zum ersten Mal.

Sabine Dörlemann, Alain Claude Sulzer

„Ich freue mich so viele Kollegen zu treffen. Das ist jedes Mal wie ein schönes Familientreffen“, sagte binooki-Verlegerin Inci Bürhaniye. Auch Sabine Dörlemann scheute die Anreise aus Zürich nicht. „Wir lieben den Wannsee ob seines interessierten Publikums“, brachte sie es auf den Punkt und auch ihre Kollegen freuten sich über ein aufgeschlossenes und auch kauffreudiges Publikum.

Die beteiligten Verlage: edition AZUR (Dresden), Ink Press (Zürich), weissbooks (Frankfurt), Albino (Berlin), Avant (Berlin), Aviva (Berlin), Berenberg (Berlin), Binooki (Berlin), Das Wunderhorn (Heidelberg), Voland & Quist (Dresden), Dörlemann (Zürich), Edition AB Fischer (Berlin), Edition Nautilus (Hamburg), Edition Rugerup (Berlin), Jung & Jung (Salzburg), kookbooks (Berlin), Lilienfeld (Düsseldorf), mairisch (Hamburg), Matthes & Seitz (Berlin), Poetenladen (Leipzig), Reprodukt (Berlin), Secession (Zürich/Berlin), speak low (Berlin), Transit (Berlin), Verbrecher (Berlin), Verlagshaus Berlin, Guggolz (Berlin), Edition Blau (Zürich), CulturBooks (Hamburg), mikrotext (Berlin), Frohmann (Berlin) und Zero Sharp (Berlin).

ml

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