Am 25. Juni 2026 wäre die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann 100 Jahre alt geworden. Parallel finden die 50. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt statt, deren Höhepunkt die Verleihung des Ingeborg-Bachmann-Preises bildet.
Vom 25. bis 28. Juni 2026 lesen in Klagenfurt 14 Autor:innen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Ungarn, am Sonntag, den 28. Juni werden ab 11 Uhr der 50. Ingeborg-Bachmann-Preis sowie die fünf weiteren Preise vergeben.
Zahlreiche Medien widmen Bachmann umfangreiche Beiträge. Die letzte Ausgabe der ZEIT hat den Schwerpunkt auf die Autorin gelegt und Leben, Werk und Wirkung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Neben Essays zu Bachmanns Biografie, ihrer Lyrik und ihrer Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit wurden mehrere Neuerscheinungen vorgestellt, die einem Büchertisch dienen können. Dazu zählen die Biografien von Andrea Stoll („Zwei Menschen sind in mir“, Piper), Ina Hartwig (Wer war Ingeborg Bachmann?, S. Fischer) und Dieter Burdorf („Dieses unruhige Ich“, C.H. Beck). Auch die Bildpublikation Die letzten Tage von Ingeborg (Suhrkamp) erscheint im Jubiläumsjahr. Nicola Bardola veröffentlichte zuletzt »Ingeborg Bachmanns München« (Volk Verlag).
Auch im Hörbuch wird Bachmann forterzält z.B. mit ihren Werken Malina und Das dreißigste Jahr im Audio Verlag.
Für zusätzliche öffentliche Aufmerksamkeit sorgt der heutige Kinostart von Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste von Regisseurin Margarethe von Trotta. Das Jubiläum wird zudem von Rundfunk- und Feuilletonbeiträgen begleitet. So widmet sich beispielsweise der NDR der anhaltenden Faszination, die von Bachmanns Werk und ihrer Person ausgeht mit mehreren Lesungen.
Ingeborg Bachmann wurde 1926 in Klagenfurt geboren und gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war Teil der Gruppe 47, die ihr 1953 den Literaturpreis für ihren Lyrikband »Die gestundete Zeit« verlieh. Es folgten u. a. der Büchner-Preis und eine Nominierung für den Literaturnobelpreis. Sie verstarb 1973. Seit 1977 wird ihr zu Ehren der »Ingeborg-Bachmann-Preis« verliehen.