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Vorgeblättert: Bücher und Autor:innen im Freitag und in der ZEIT

Welche Bücher werden in den aktuellen gedruckten Ausgaben der Wochenzeitungen Der Freitag und Die ZEIT besprochen?

Der Freitag Ausgabe 40:

„Die Mehrheit in Deutschland will keinen Krieg“. In „Nein: Gegen die Militarisierung der Gegenwart“ widmet sich Mithu Sanyal dem Thema Aufrüstung.

Thomas Gesterkamp führte das Gespräch 

Nein. Gegen die Militarisierung der Gegenwart – Mithu Sanyal. Hanser 2026, 224 S. 20 €

„Meine Figur ist eh ganz komisch“. „Aus Ruinen“ erzählt: wie es ihm als Student an der FU tief im Berliner Westen erging. Eine klassische Aufsteigergeschichte? Nicht wirklich

Christine Käppeler führte das Gespräch 

Aus Ruinen. Junger Mann in Krisenzeiten – Hendrik Bolz. Kiepenheuer & Witsch 2026, 272 S., 22 € 

Für eine alternative Künstliche Intelligenz. Nick Srnicek hat ein knochentrockenes und trotzdem beunruhigendes Buch geschrieben 

von Benjamin Moldenhauer 

Silicon Empires. Der Kampf um die Zukunft der KI – Nick Srnicek. Felix Kurz (Übers.), Hamburger Edition 2026, 216 S., 25 € 

Die ganze Wahrheit über Sean Combs. Das neue Buch „Bad Boy for Life“ zeigt ein klares Muster im Leben des Musikmoguls, dem viele Vergewaltigung vorwerfen

von Anna Moore

Bad Boy for Life: Der Aufstieg und Fall des Sean „Diddy“ Combs – Cheyenne Roundtree. Dietlind Falk, Britta Fietzke, Christiane Sipeer (Übers.), Goldmann 2026 (erscheint am 14.10.2026), 25 €

Zwischen Mortadella und Militanz. Franziska Gänslers Coming-of-Age-Drama „Orca“ folgt einer Frau an der Fleischtheke, die eine Klimagruppe anführt

von Anna Raab

Orca – Franziska Gänsler. Kein & Aber 2026, 368 S., 25 €

Was wir einander erzählen. Der extrem erfolgreiche Roman von Dana Vowinckel handelt von einer großen Liebe, dem 7. Oktober und seinen Folgen

von Erika Thomalla 

Anton und Alma – Dana Vowinckel. Suhrkamp 2026, 542 S., 26 € 

Im Tal der Prophezeiungen. Mario Petuzzis magischer, einzigartiger Debüt-Roman ist wohl zu uneindeutig, um für einen Preis nominiert zu werden 

von Laura Ewert 

Winterschlaf – Mario Petuzzi. Diogenes 2026, 240 S., 25 €

Koloniale Kopfschmerzen. Xavier Le Clerc verfolgt die Spuren französischer Verbrechen bis in die Gegenwart

von Thomas Hummitzsch 

Zohra – Xavier Le Clerc. Christiane Kayser (Übers.), Merlin 2026, 124 S., 22 € 

„Politik passiert so ein bisschen um uns herum“. Als Betterov ist Manuel Bittorf Sänger, nun hat er einen Roman geschrieben. Darin wird ein Hund zum Auslöser für eine Geschichte über Geld, soziale Herkunft und das Leben in Berlin

Sebastian Bähr führte das Gespräch 

Manuel Bittorf, Goldener Retriever ist bei Gutkind (224 S., 22 €) erschienen

Nicht ohne eine Tochter. Ulf Erdmann Ziegler erzählt von einem Mann, der eine 17-Jährige adoptieren will 

von Katharina Schmitz 

Mann ohne Kind – Ulf Erdmann Ziegler. Wallstein 2026, 228 S., 24 €

Brücke über diesen Abgrund. Helga Schubert schreibt über ihren toten Mann. Unsere Rezensentin antwortet darauf mit einer ebenso intimen Lektüre

von Irmtraud Gutschke

Die Woche danach. Ein Stundenbuch der Hoffnung – Helga Schubert. dtv 2026, 176 S., 22 € 

Den ganzen Scheiß schöngetrunken. Sven Regener schickt in „Frankie und Freddie“ seinen Herrn Lehmann zurück ins Kreuzberg der frühen 80er

von Florian Schmid 

Frankie und Freddie – Sven Regener. Galiani 2026, 288 S., 24 € 

Vom Rodeo nach Mexiko, von dort ins Badewasser . Die Lyrikspezialistin Beate Tröger empfiehlt zeitgenössische Gedichtbände, die den Blick öffnen und die richtigen Fragen stellen

Rodeo. Gedichte – Kerstin Preiwuß. Berlin Verlag 2026, 160 S., 20 € 

Once you adopt a highway. Gängige Verfahrensweisen. Gedichte – Judith Hennemann. Axel Dielmann Verlag 2026, 126 S., 24 €

Hell wie Speck. Gedichte – Heinz Peter Geißler. Urs Engeler Verlag 2026, 58 S., 10 € 

Pferd und Lerche. Gedichte – Michael Hofmann. Marcel Beyer, Jan Wagner (Übers.), Hanser Verlag 2026, 200 S., 24 € 

Die ZEIT Ausgabe 42:

Eine Erbsünde namens Mutterschaft

Endlich wird das wilde Werk der Britin Caroline Blackwood wiederentdeckt VON BENEDIKT HERBER

Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose. Roman; aus dem Englischen von Claudia Voit; Suhrkamp, Berlin 2026; 284 S., 24,– €

Braucht Friedrich Merz nur einen guten Sterndeuter?

Warum ein alter Adorno-Essay über Astrologie heute wieder aktuell ist VON ANN-KRISTIN TLUSTY

Theodor W. Adorno: Aberglaube aus zweiter Hand. Essenzen; Suhrkamp Wissenschaft, Berlin 2026; 70 S., 8,– €

Kolumne: Krimis von Simone Buchholz

Frauen sammeln, Männer denken. Ein paar Anmerkungen zum emotional verschlissenen Werk von Veit Etzold

Vollendung (Knaur, 12,99 Euro) von Veit Etzold

Fatalismus ist ihr Erfolgsrezept

Mit dem Roman »Broder« ist Dörte Hansen wieder ein riesiger Verkaufsschlager geglückt. Was fasziniert das Publikum an den traurigen Figuren auf traurigen Bauernhöfen? VON JENS JESSEN

Dörte Hansen: Broder. Roman; Penguin, München 2026; 224 S., 26,– €

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