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Deutscher Buchpreis 2026: Das sind die 20 nominierten Romane

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2026 hat 20 Romane nominiert. Seit Ausschreibungsbeginn hat sie 205 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen.

Jurysprecherin Cornelia Geißler, Berliner Zeitung:

„Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen – das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen. Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume. Wir sind sehr angetan davon, wie markant und erhellend biografische Mehrsprachigkeit in literarischen Reichtum mündet. Stilbewusst, innovativ, durchaus auch mit Witz zeigen die Autorinnen und Autoren die Verletztheit ihrer Figuren, begleiten Aufbrüche in eine andere Zukunft. Wie soll man sich zurechtfinden in einer Welt, in der Verunsicherung um sich greift? Wir sind überzeugt: Lesen hilft. Dies sind die Bücher dafür.“

Die nominierten Romane (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Shida Bazyar: Die Lücken (Verlag Kiepenheuer & Witsch, September 2026)
  • Helene Bukowski: Wer möchte nicht im Leben bleiben (claassen Verlag, Februar 2026)
  • Miriam Carbe: Unerwünschte Töchter (Carl Hanser Verlag, Mai 2026)
  • Muri Darida: King Cobra (dtv, März 2026)
  • Alisha Gamisch: Parasiti (Verlag Voland & Quist, März 2026)
  • Franziska Gänsler: Orca (Kein & Aber, August 2026)
  • Tomer Gardi: Liefern (Tropen Verlag, Februar 2026)
  • Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle (S. Fischer Verlag, August 2026)
  • Elias Hirschl: Schleifen (Paul Zsolnay Verlag, Januar 2026)
  • Svenja Leiber: Nelka (Suhrkamp Verlag, Februar 2026)
  • Leh-Wei Liao: Glaszeit (Luchterhand Literaturverlag, August 2026)
  • Peggy Mädler: Selbstregulierung des Herzens (Verlag Galiani Berlin, Februar 2026)
  • Giuliano Musio: Aus anderem Holz (Luftschacht Verlag, September 2026)
  • Yade Yasemin Önder: Anti Müller (park x ullstein, Februar 2026)
  • Lukas Rietzschel: Sanditz (dtv, März 2026)
  • Ingo Schulze: Das Wasser im August (S. Fischer Verlag, August 2026)
  • Heinz Strunk: Memories of Heidelberg (Rowohlt Verlag, Juli 2026)
  • Karosh Taha: Gulistan (DuMont Buchverlag, August 2026)
  • Lilli Tollkien: Mit beiden Händen den Himmel stützen (Aufbau Verlage, März 2026)
  • Dana Vowinckel: Anton und Alma (Suhrkamp Verlag, September 2026)
Die Jury des DBP (Foto: Anne-Mette Noack)

Der Jury gehören neben Cornelia Geißler an: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (freie Kritikerin), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel), Adam Soboczynski (DIE ZEIT).

Im nächsten Schritt wählen die Jurymitglieder aus den Titeln der Longlist sechs Romane für die Shortlist aus, die am 8. September 2026 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autor:innen, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der oder die Preisträger:in erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro; die fünf Finalist:innen erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt und wird live übertragen.

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und die Stadt Frankfurt am Main.

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