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Julius-Campe-Preis 2026 für Thomas Sachsenmaier

Thomas Sachsenmaier (Foto: Lucas Bänsch)

Der Julius-Campe-Preis, den der Hoffmann und Campe Verlag verleiht, geht in diesem Jahr an Thomas Sachsenmaier.

Die Auszeichnung gilt Persönlichkeiten und Institutionen, die sich auf herausragende Weise literaturkritische und literaturvermittelnde Verdienste erworben haben. Der Preis ist mit 99 Flaschen edlen Weins und des bei Hoffmann und Campe erschienenen Faksimiles des Manuskripts der Französischen Zustände Heinrich Heines dotiert.

Die Verleihung erfolgt im Rahmen der Frankfurter Buchmesse am Freitag, den 9. Oktober 2026 um 12 Uhr, Dialogue Stage, Halle 4.0 Foyer.

Die Laudatio hält Sebastian Fitzek.

Tim Jung, verlegerischer Geschäftsführer von Hoffmann und Campe:
»Als Booktoker, Buchblogger auf Instagram und als Radiomoderator verleiht der studierte Literaturwissenschaftler Thomas Sachsenmaier Autorinnen und Autoren Sichtbarkeit und Resonanz. Im Stimmengewirr des digitalen Raums setzt er sich ebenso kenntnisreich wie leidenschaftlich für Bücher ein und eröffnet seinem stetig wachsenden Publikum jeden Alters auf kluge und humorvolle Weise den Zugang zu neuen Gedanken, überraschenden Geschichten und anderen Lebenswelten.
Dabei gelingt es Thomas Sachsenmaier meisterhaft, Verbindungen zwischen Trends und Genres herzustellen und im Dickicht der Neuerscheinungen Schneisen zu schlagen, die den ganzen Reichtum der Literatur sichtbar machen. Thomas Sachsenmeier rückt Autorinnen und Autoren ins Bewusstsein, womit er zugleich das geistige Fundament unserer demokratischen Gesellschaft stärkt, für deren Selbsterhalt das Lesen von Büchern unverzichtbar ist.
Mit dem Julius-Campe-Preis 2026 ehrt der Hoffmann und Campe Verlag Thomas Sachsenmaier für seine Verdienste um die Literatur.«

Der Preisträger

Thomas Sachsenmaier, geboren 1987, kommt aus Schwäbisch Gmünd und lebt heute in Baden-Baden. Er studierte Germanistik, Anglistik und Amerikanistik in Deutschland und den USA. Statt nach dem Staatsexamen den ursprünglich geplanten Weg ins Lehramt einzuschlagen, entschied er sich für ein Volontariat beim Radio. Nach mehreren Stationen beim Privatradio wechselte er 2023 zum SWR, wo er als Moderator und Redakteur bei DASDING arbeitet. Bereits 2021 wurde er für seine Arbeit beim Radio für den »Deutschen Radiopreis« nominiert, der jährlich vom »Grimme-Institut« verliehen wird.

Im Januar 2024 startete Sachsenmaier als »thomas_bookclub« seine eigenen Buchkanäle auf TikTok und Instagram. Innerhalb kurzer Zeit entstand dort eine große und engagierte Buch-Community. Heute folgen ihm auf beiden Plattformen zusammen mehr als 150.000 Menschen – damit zählt er zu den erfolgreichsten männlichen Content Creatorn rund um Bücher im deutschsprachigen Raum. Von Mai 2025 bis August 2026 produzierte er die Inhalte seiner Kanäle für DASDING vom SWR.

Auch jenseits der sozialen Medien ist Sachsenmaier in der Literaturwelt unterwegs. Als Moderator begleitet er Autor:innen auf Lesetouren, führt Bühnengespräche und steht bei literarischen Veranstaltungen als Speaker auf der Bühne.

2024 schaffte er es bei den TikTok Book Awards auf die Longlist und gehörte damit zu den 20 Nominierten in der Kategorie »BookTok Creator des Jahres«.

Seine Begeisterung für Bücher bringt Sachsenmaier außerdem ins Radio und Fernsehen. Für SWR1 Baden-Württemberg präsentiert er unter anderem die Buch-Rubrik »Gute Seiten, schlechte Schlechte Seiten«. Darüber hinaus ist er regelmäßig als Buchexperte in der SWR-Fernsehsendung »Kaffee oder Tee« zu sehen.

Der Preis

Der Preis ist benannt nach Julius Campe (1792–1867), der zu den bedeutendsten Verlegern der deutschen Geschichte zählt. Als Entdecker von Heinrich Heine und als mutiger Förderer der Autoren des »Jungen Deutschlands« wurde er zum Inbegriff des idealistischen Verlegers, der literarische Entdeckungsfreude mit gesellschaftlichem Engagement vereint, so Hoffmann und Campe.

Die Julius-Campe-Preisträger der vergangenen Jahre waren:

2025: Jannis Niewöhner
2024: Mona Ameziane und Christine Westermann
2023: Thea Dorn
2022: Frankfurter Buchmesse
2019: Dr. Mara Delius
2018: Christian Petzold
2017: Staatsministerin Prof. Monika Grütters
2016: Das Netzwerk der Literaturhäuser
2015: Denis Scheck
2014: Buchhandlungskooperation 5 plus
2013: Felicitas von Lovenberg
2012: Petra Roth
2011: Roger Willemsen
2010: Elke Heidenreich
2009: Elisabeth Niggemann
2008: Wendelin Schmidt-Dengler (posthum)
2007: Klaus Reichert
2006: Michael Naumann
2005: Jan Philipp Reemtsma
2004: Joachim Kaiser
2003: Heinrich Detering
2002: Martin Walser

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