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Fünf historische Neuerscheinungen – monatlich ausgewählt von DAMALS

DAMALS – Das Magazin für Geschichte berichtet jeden Monat über spannende Geschichtsthemen. In jeder Ausgabe gibt es zahlreiche Rezensionen von Büchern, Hörbüchern und Filmen. Seit Jahren zeichnet die Redaktion gemeinsam mit einer prominent besetzten Jury zudem die besten historischen Sachbücher des Jahres aus.

Hier fünf der Rezensionen aus dem neuen Heft:

Die Geschichte Europas kennt zwei große Zivilisationsbrüche: Der bekanntere ist die Völkerwanderung, die die Antike beendete. Der zweite, weniger geläufige, war der Kollaps der bronzezeitlichen Welt um 1200 v. Chr. Eric H. Cline deutet diesen Zusammenbruch der Herrschaftszentren rundum das östliche Mittelmeer überzeugend als umfassende Systemkrise, wie Michael Sommer findet.
Eric H. Cline: 1177 v. Chr. Der erste Untergang der Zivilisation (Theiss)

Tom Holland beschreibt die Geschichte der Römischen Republik mit ihren Protagonisten so plastisch, als sei man direkt dabei, lobt Raimund Schulz die neue Publikation aus der Feder des britischenAutors. Packende Charakterstudien verbinden sich mit Genrebildern der Gesellschaft.
Tom Holland: Rubikon. Triumph und Tragödie der Römischen Republik (Klett-Cotta)

Eine großformatige chinesische Karte aus dem Anfang des 17. Jahrhundert, die heute in der „Bodleian Library“ in Oxford aufbewahrt wird, steht im Mittelpunkt des anregenden Buchs von Timothy Brook. Er zeigt, einen welch hohen Grad an globaler Vernetzung der damaligen Welt die Karte dokumentiert. Von Folker Reichert
Timothy Brook: Wie China nach Europa kam. Die unerhörte Karte des Mr. Selden (Wagenbach)

Durch seine Tagebücher ist der Romanist und hellsichtige Beobachter des Nazi-Regimes Victor Klemperer berühmt geworden. Nun liegen auch Aufzeichnungen vor, die Klemperer während der Revolution von 1919 verfasste. Eine höchst aufschlussreiche Lektüre, findet Martin Sabrow.
Victor Klemperer: Man möchte immer lachen und weinen in einem. Revolutionstagebuch 1919 (Aufbau)

Der Jurist Hans von Dohnanyi, Vater des früheren Hamburger Bürgermeisters, gehörte dem Kreis der Widerstandskämpfer gegen Hitler an. Am 9. April 1945 ließ er dafür sein Leben. Die jetzt erschienenen Briefe aus der Haft an seine Frau Christine, geb. Bonhoeffer spiegeln eindrucksvoll Dohnanyis Persönlichkeit und seine Überzeugungen. Von Rainer Hering
Hans von Dohnanyi: Verschwörer gegen Hitler. „Mir hat Gott keinen Panzer ums Herz gelegt“. Briefe aus Militärgefängnis und Gestapohaft 1943-1945 (DVA)

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