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Wie war Ihr Jahr, Heinz Rademacher?

Heinz Rademacher

Seit Nikolaustag fragen wir wieder bis zum 6.1. 2014 (Heilige Drei Könige) in der Buchbranche herum: „Wie war Ihr Jahr?“. Unseren „anderen“ Fragebogen beantwortet heute der Soester Buchhändler Heinz Rademacher, Autor auch Buches Gastl Welt [mehr…], das in diesem Jahr erschienen ist.

1

Welcher Tag war Ihr schönster in diesem Jahr?
Der Tag der Präsentation meines Buches über die frühere Buchhandlung Gastl und ihre beeindruckenden Gründerinnen in Tübingen. Er lag mir vorher gewaltig im Magen und ich wurde dann völlig überwältigt von dem Wohlwollen, das mir die vielen Anwesenden entgegenbrachten.

2

Worüber haben Sie sich 2013 am meisten geärgert?
Über die hemmungslose Sammelleidenschaft der NSA.

3

Was war 2013 Ihr schönster Erfolg?
Dass mein Buch erschienen ist und durchweg positiv besprochen wurde.

4

Und Ihr traurigster Misserfolg war…?
Da fällt mir zum Glück gar nichts ein.

5

Ihr liebster Verlag in diesem Jahr?
Schwierig – vielleicht in Gedanken an Michael Krüger der Hanser-Verlag und der, wie er einmal im BuchMarkt genannt wurde, „kleine Hanser“ Verlag Klöpfer und Meyer.

6

Von welchem Thema wollen Sie (warum) im neuen Jahr nichts mehr lesen? Von Turbo-Abi, PISA-Studie. Wer fragt noch nach der persönlichen Entwicklung des Menschen, wo es offenbar vorrangig um seine optimierte wirtschaftliche Verwertbarkeit geht?

7

Und über welches Thema wollen Sie mehr lesen?
Von Toleranz und Dialog.

8

Welchen Fehler aus diesem Jahr möchten Sie nächstes Jahr vermeiden?
Dass ich mich zu oft ärgere.

9

Und welchen Fehler werden Sie trotzdem wiederholen?
Dass ich zu selten frei mache.

10

Welches Buch hat Ihnen dieses Jahr besonders viel Freude gemacht?
Rüdiger Safranskis Goethe-Buch.

11

Welches wird Ihr wichtigstes Buch im kommenden Jahr?
Ende nächsten Jahres weiß ich mehr.

12

Von wem würden Sie auch gern mal die Antworten auf diesen Fragebogen lesen?
Von Sabine Schönfeld.

13

Und welche Frage, die wir nicht gestellt haben, hätten Sie gern beantwortet?
Was halten Sie von E-Books?

14

Hier können Sie die auch beantworten:
E-Books haben auch Vorteile, aber ich bin Buchhändler geworden, weil ich Bücher liebe und die Gegenwart von Büchern. Die Gegenwart eines Bildschirms ist mir da zu wenig. Und frei nach Lessing: Was machte ich mit den Wänden, wenn ich nicht Bücher hätte?

Gestern beantwortete Dr. Reinhard Möstl unseren Fragebogen [mehr…], morgen antwortet Mette Noack

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