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Stiftung Buchkunst: Bücher zum Mitnehmen

Zum Mitnehmen

Gestern Abend hatte die Stiftung Buchkunst zu einer „Schnupperveranstaltung“ unter dem Titel Warum schöne Bücher? in den Ausstellungsraum Fenster zur Stadt im Haus des Buches in der Frankfurter Braubachstraße eingeladen.

Der Abend, der in Kooperation mit dem Museum für Angewandte Kunst organisiert wurde, sollte, wie die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Alexandra Sender, formulierte, „eine Schnittstelle zwischen Buch- und Klubkultur“ sein.

Dr. Eva Linhart, Kuratorin für Buchkunst und Graphik am Museum für Angewandte Kunst, moderierte das Gespräch zwischen Alexandra Sender, Sandra Doeller und Wolfgang Kraus.

Zunächst stellte Linhart ihre Diskussionspartner vor. Die studierte Romanistin und ehemalige Headhunterin Alexandra Sender ist seit Jahresbeginn Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst.
Sandra Doeller, Gestalterin und Lehrbeauftragte für Typografie an der Hochschule Darmstadt, gründete 2010 gemeinsam mit Michael Satter das Graphik Design Studio Doeller & Satter sowie mit Marco Balesteros als drittem Partner den Verlag Random Press. Außerdem gehört Doeller zu den Mitgründern des Design-Vereins Frankfurt.
Wolfgang Kraus arbeitete 16 Jahre lang in der Buchhandlung Kunst-Buch Dr. Bernd Kalusche in der Schirn Kunsthalle und ist jetzt Kreativ-Berater bei Orange Hive, einer Firma für Kommunikationsdesign und Strategie.

Veränderungen des Wettbewerbs der Stiftung Buchkunst kamen zur Sprache. Neu ist nicht nur der gesamte Contest, sondern auch die Zusammensetzung der Jury – erstmals war ein Buchhändler – Michael Lemling – in der Jury. Das wurde von allen Debattanten begrüßt. Ein Vergleich mit dem Wettbewerb Die schönsten Schweizer Bücher, 1943 von Jan Tschichold initiiert und seit 1999 vom Bundesamt für Kultur durchgeführt, lag nahe, da Doeller sich intensiv mit diesem Contest befasst hatte. Das Buch als Gesamtobjekt stehe in der Schweiz im Vordergrund, eine Marktorientierung spiele keine Rolle.
Kraus merkte an, dass die Schweizer Kataloge zum Wettbewerb wesentlich besser seien als die deutschen.

Typografie, so waren sich alle einig, ist nicht nur im analogen, sondern auch im digitalen Bereich von großer Bedeutung. Ob man digitale Bücher in den Wettbewerb der Stiftung Buchkunst aufnehmen solle, wurde zwar angesprochen, spiele aber derzeit keine Rolle, sagte Sender. „Außerdem gibt es noch nicht viel Brauchbares dazu auf dem Markt“, ergänzte sie.
„Beim E-Book fehlt furchtbar viel“, konstatierte Kraus. Es sei zwar cool und technisch, aber kein Ersatz für alles Gedruckte, sondern vielmehr eine sinnvolle Erweiterung.

Nach dieser Diskussion wurden die Besucher aufgefordert, sich an den bereitgestellten Katalogen und diversen Büchern zu bedienen – nicht nur, weil dann weniger Bücher umziehen müssen, denn ab 1. Januar 2013 befindet sich die Stiftung Buchkunst in ihrem neuen Domizil in der Braubachstraße 16.

JF

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