Der Bundespräsident hat den Göttinger Honorarprofessor Heinz Ludwig Arnold für seine »besonderen Verdienste« um die deutsche Literatur mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.
Arnold hat 1963 die Zeitschrift TEXT + KRITIK gegründet, die er seither herausgibt; er hat 1978 das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur als Loseblattsammlung erfunden, dazu fünf Jahre später das Pendant zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur; zuletzt hat er 2009 die von Grund auf erneuerte 3. Auflage von Kindlers Literatur Lexikon erarbeitet. Soeben ist im Quartino Verlag die Edition seiner in den 1970er und 1980er Jahren geführten umfangreichen Gespräche mit 31 Schriftstellern erschienen, 66 Gesprächsstunden mit u.a. Grass, Böll, Koeppen, Enzensberger, Walser, Frisch, Dürrenmatt, Handke, Rühmkorf, Kempowski, Peter Weiss, Jurek Becker, Wolfgang Hildesheimer.
Der Orden wurde am 25. Oktober vom Oberbürgermeister der Stadt Göttingen überreicht. Im Wallstein Verlag gibt Arnold seit 1990 die Reihe Göttinger Sudelblätter heraus. Für das Frühjahr 2012 ist bei Wallstein ein Buch mit den Wilfinger Erinnerungen geplant, in dem Arnold über seine Zeit als Sekretär von Ernst Jünger schreibt und das auch Briefe Jüngers enthält.