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Hat Rettberg geschwindelt?

Libro-Chef André Rettberg hat bei seiner Kampagne gegen die deutsche Preisbindung und die deutschen Verlage und Auslieferer offensichtlich getrickst: In der Titelgeschichte des heute ausgelieferten September-Heft enthüllt BuchMarkt („Anschlag der Eurokraten/Rettbergs Trickkiste“), mit welchen Mitteln er seine Low-Price-Aktion betrieb – und liefert die Erklärung, warum er seine Aktion überraschend abbrach. Denn er bewegte sich rechtlich auf äußerst dünnem Eis, weil die Bücher offensichtlich aus Deutschland (vom Paketverteilzentrum Nürnberg-Feucht) ausgeliefert wurden, wie Testkäufe ergeben haben. Das heißt: Stammten die Bücher aus Beständen in Deutschland, lag ein klarer Verstoß gegen die nationale Preisbindung in Deutschland vor. Und waren die Bücher in Österreich zwischengelagert und dann vor den Aussendungen wieder nach Deutschland transportiert worden, bedeutete das den Tatbestand eines Reimports mit dem Ziel der Aushöhlung der deutschen Preisbindung.

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