Die aktuelle wirtschaftliche Situation der deutschen Fachverleger ist schwierig: Eine Umfrage der Deutschen Fachpresse unter Verlegern hat ergeben, dass die Mehrheit für 2001 mit schlechteren Umsatzergebnissen rechnet als im Vorjahr, rund ein Drittel mit geringeren als in 1999.
68 Prozent der Befragten schätzen die Dauer der wirtschaftlichen Krise auf ein bis zwei Jahre. Fast zwei Drittel der Verlage stellen sich für 2002 auf stagnierende Umsätze ein, über 70 Prozent auf weitere Rückgänge im Anzeigengeschäft.
Für die Zukunft wird eine der Herausforderungen für Verleger darin bestehen, den Fachmedienmarkt transparenter zu gestalten. IVW-geprüfte Auflagen, Reichweitenstudien und Customer-Relationship-Management bieten Möglichkeiten, sich auf einen im Wandel begriffenen Informationsmarkt einzustellen.
Ein weiteres Ergebnis ergab auch optimistische Perspektiven: Mit einem dauerhaften Verlust von Marktanteilen für die Fachpresse rechnen nur wenige Befrage.
Christoph Honig: Gut gelaunt ins Desaster: Warum der Positivitätszwang den Buchhandel blind für Krisen macht
Christoph Honig ist Buchhandelsberater. Dieses Mal erläutert er, warum es helfen kann Probleme zu benennen.