Abdalrachman Munif, der große Chronist Arabiens, ist am vergangenen Samstag im Alter von 71 Jahren in seinem Exil in Damaskus gestorben. Der 1933 als Sohn eines saudi-arabischen Vaters und einer irakischen Mutter in Amman geborene Autor ist studierter Jurist und Ökonom, promovierte auf dem Gebiet Erdölwirtschaft und arbeitete viele Jahre in dieser Branche sowie als Wirtschaftsexperte für die OPEC. Als Journalist und Schriftsteller machte er sich mit seinen politischen Positionen bei der saudischen Regierung so unbeliebt, dass er ausgebürgert wurde. International bekannt wurde Munif mit dem Romanzyklus „Salzstädte“, dessen fünf Bände zwischen 1984 und 1989 erschienen. Im Herbst 2003 erschien bei Diederichs im Heinrich Hugendubel Verlag erstmals die deutsche Übersetzung des ersten Bandes, der unter Insidern längst Kultstatus genießt: Er gilt als der Schlüsselroman über die amerikanische Eroberung der Erdölfelder Saudi-Arabiens in den 30-er Jahren des 20. Jahrhunderts.
Vorverkauf für Hamburger Literaturfestival Harbour Front läuft
Vom 19. September bis 11. Oktober 2026 wird Hamburg erneut zum Treffpunkt von Literatur aus aller Welt beim Harbour Front Literaturfestival: Autorinnen und Autoren bringen Texte auf die Bühne, die