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Joachim Fest

Der Publizist und Historiker Joachim Fest ist gestern in Kronberg im Taunus im Alter von 79 Jahren gestorben. Bekannt wurde er vor allem durch seine Hitler-Biographie.

Fest war von 1963 bis 1968 Chefredakteur des NDR und von 1973 bis 1993 für das Feuilleton zuständiger Mitherausgeber der FAZ. Joachim Fest war verheiratet und hat zwei Söhne. Einer von ihnen ist der Verleger Alexander Fest, der 2002 die Leitung des Rowohlt Verlags übernahm. Nächste Woche erscheint bei Rowohlt sein Erinnerungsbuch „Nicht ich“.

„Als Herausgeber, politischer Feuilletonist und konservativer Intellektueller bezog er immer wieder Stellung und war Mitte der 80er Jahre auch im „Historikerstreit“ um die Bewertung der Nazi-Greueltaten engagiert, der im F.A.Z.-Feuilleton seinen Ausgang nahm. 1993 wurde Fest im Herausgebergremium von Frank Schirrmacher abgelöst.

Die Ursachen und Folgen der Naziherrschaft, die Skepsis gegenüber Utopien und die Sorge um die Orientierungskrise der offenen Gesellschaft machte Fest, der zu den angesehensten zeitgeschichtlichen Autoren in Deutschland gerechnet wurde, zur Mitte seiner wissenschaftlichen und schreibenden Existenz“, würdigt ihn die FAZ in einem eben veröffentlichten Nachruf.

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