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Karl-Marx-Buchhandlung in Berlin schließt / Firmenschild unter Denkmalschutz

Tradition bringt keinen Umsatz. Geschäftsführer Erich Kundel kann die Miete für die Karl-Marx-Buchhandlung nicht mehr aufbringen, meldet der Tagesspiegel.

Das Geschäft in der früheren Stalinallee war einst eine gesamtdeutsche Institution: Bundesrepublikaner und West-Berliner erinnern sich an die „Devisenabwurfstelle“, in der der Besucher in Ost-Berlin seine 25 DDR-Mark Zwangsumtausch für gute Literatur loswerden konnte.

Nun bleibt von alldem nur der Neon-Schriftzug über dem Geschäft – er steht unter Denkmalschutz – und ein spannendes Brettspiel für die ganze Familie zu 9,95 Euro. Kundel hatte es einst entworfen. Es heißt „Stalinallee – ein Spiel auf Ehre und Gewissen“.

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