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Wegen „Bader-Meinhoff-Komplex“: Witwe von Jürgen Ponto gibt Bundesverdienstkreuz zurück

Wie DIE WELT soeben berichtet, hat Ignes Ponto dem Bundespräsidenten das ihr verliehene Bundesverdienstkreuz zurückgeschickt. Das sagte die Tochter des 1977 von einem RAF-Kommando getöteten Bankiers Jürgen Ponto gegenüber WELT ONLINE.

Ihre Mutter protestiere damit gegen den RAF-Film „Der Baader-Meinhof-Komplex“, heißt es in einem von Bettina Röhl verfassten Text, die die Tochter Corinna Ponto auch interviewte.

Die Ponto-Familie kritisiert vor allem die Darstellung der Ermordung des Bankiers. Daran sei „so gut wie alles falsch“. Corinna Ponto sagte: „Während man sich anderswo bis zu korrekten Fahrzeug-Kennzeichen zu den historischen Details bekennt, verfährt man in dieser Szene frei nach Fantasie, was Haus, Interieur und Geschehen angeht. Von dem RAF-Attentat auf meinen Vater gab es bisher keine Bilder. Das war für uns immer ein gewisser Trost und auch ein Schutz. Diese falsche Überschreitung der Film-Version ins Private empfinde ich als besondere Perfidie.“

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