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c’t über den Wandel der Vertriebsmodelle in der Computerspiele Industrie – Vorbild für die Buchbranche?

Hartmut Gieselmann beschäftigt sich in seiner Geschichte Umtausch ausgeschlossen in der aktuellen Ausgabe c’t, Nr. 16/2009, mit den Veränderungen, die durch den Download-Vertrieb in der Computerspiele Industrie gerade stattfinden und die der Buchbranche noch bevorstehen.

Damit die Dimension klar wird: Gieselmann schätzt, dass die großen Konzerne Apple, Sony, Microsoft, Nintendo und Valve bereits heute 100 Millionen Kunden über das Netz mit ihren Spielen bedienen. Alleine Apple bietet in seinem App Store für das iPhone und den iPod touch rund 60.000 Programme, darunter 12.000 Spiele an. Täglich kommen um die 150 neue Applikationen hinzu.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet ist die Investition, die die amerikanische Buchhandelskette Barnes & Noble letzte Woche in ihre neue E-Book Website tätigte, die rund 700.000 E-Books anbieten soll, durchaus vernünftig [mehr…]. Interessant dabei: Barnes & Noble setzt dabei nicht auf die klassischen E-Book Reader, die erst mal gekauft werden müssen, sondern schlicht und einfach auf die Geräte, die schon die größte Verbreitung haben. Den PC und Mac Rechner, das iPhone und den iPod touch und den Blackberry. Irgendetwas davon hat inzwischen wohl jeder.

Wir dürfen also gespannt sein, welche Buchhandelskette oder welches Medien-Verlagshaus in Deutschland sich den E-Books systemunabhängig und in ähnlicher Sortimentsbreite annehmen wird.

Wohin sich der Vertrieb der Computerspiele-Industrie und, dazu gehört wenig Phantasie, daran lässt Gieselmann kaum Zweifel: „In zehn Jahren wird es wahrscheinlich sehr schwierig sein, Video- und Computerspiel von CDs und DVDs zu laden – ebenso, wie man heutzutage 15 Jahre alte Diskettenversionen kaum noch auf sein Notebook bekommt.“ Die Betonung liegt bei „Notebook“ wohl ganz auf „book“.

STEFAN BECHT
stefan@stefanbecht.de

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