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Felicia Langer ist gestorben

Felicia Langer

Die deutsch-israelische Anwältin, Humanistin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer ist tot. Sie verstarb am 22. Juni im Alter von 87 Jahren. Bekannt wurde sie durch ihren lang-
jährigen, unerbittlichen Einsatz für die Rechte der Palästinenser.

Felicia Langer wurde als Tochter jüdischer Eltern in Tarnów (Polen) geboren und floh 1939 vor den Nationalsozialisten in die Sowjetunion.
Mit ihrem Mann emigrierte sie 1950 nach Israel und eröffnete nach einem Jurastudium eine eigene Anwaltskanzlei. Im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit wurde sie immer häufiger mit Berichten israelischen Unrechts gegenüber Palästinensern konfrontiert.

Sie setzte sich seit den Sechzigerjahren vor israelischen Gerichten und
in der Öffentlichkeit für die Palästinenser ein bis sie 1990 „aus Protest
gegen das Rechtssystem“ in Israel ihre Kanzlei schloss und nach Deutschland zog. Auch hier engagierte sie sich bis zu ihrem Tod für
eine gerechte Friedenslösung und ein Ende der israelischen Besatzung.
Für ihren Aktivismus erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter
den Alternativen Nobelpreis. Zudem war sie Trägerin des Bundesver-
dienstkreuzes und des palästinensischen Verdienstordens. Ihr friedens-
politisches und menschenrechtliches Engagement wird vielen Men-
schen ein Vermächtnis bleiben.

Für das im Palmyra Verlag erschienene Buch Frieden in Nahost? Essays über Israel und Palästina von Edward W. Said verfasste sie das Vorwort.

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