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Der „Alternative Literaturnobelpreis“ geht an Maryse Condé

Mehr als 100 schwedische Autoren, Schauspieler und Regisseure setzen ein Zeichen gegen die Zwangspause des Literaturnobelpreises. Sie haben eine neue Akademie gegründet und einen Alternativen Literaturnobelpreis ausgerufen. Dieser wurde heute um 12 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse an Maryse Condé verliehen. Ihre Bücher Segu – Eine opulente Familiensaga zur Zeit des malischen Reichs – und Wie Spreu im Wind sind im Unionsverlag erschienen.
Lucien Leitess vom Unionsverlag ist ein gefragter Interviewpartner

Das Preisgeld von 100.000 Euro wurde durch Crowdfunding gesammelt. Die Aktion will ein Zeichen gegen die Zwangspause des echten Preises setzen, der in diesem Jahr nicht vergeben wird. Grund ist der Skandal um sexuelle Belästigungen bei der Schwedischen Nobel-Akademie.

Maryse Condé (*1937 in Guadeloupe) studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne in Paris und lebte danach viele Jahre in Westafrika. Zurück in Frankreich widmete sie sich dem literarischen Schreiben und der Wissenschaft. Nach Stationen als Universitätsdozentin in Paris, Berkeley und Maryland, wechselte sie 1995 an die Columbia University in New York. Seit der Gründung 1997 hatte sie den Vorsitz des Center for French and Francophone Studies bis zu ihrer Emeritierung 2002. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 1988 mit dem LiBeraturpreis.

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