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Clemens J. Setz erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2026

„Die höchste künstlerische Auszeichnung der Republik Österreich“ geht in diesem Jahr an Clemens J. Setz.
Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert und wird auf Empfehlung des Österreichischen Kunstsenats vergeben.

Der Große Österreichische Staatspreis wird jährlich in einer nicht näher festgelegten Rotation auf den Gebieten Architektur, Musik, Bildende Kunst oder Literatur vergeben. Mit dem Preis wird entweder ein hervorragendes Lebenswerk gewürdigt oder es werden jüngere Künstlerinnen und Künstler nominiert, deren bisheriges Werk außergewöhnlich ist, durchgehend das Potenzial zu Spitzenleistungen erkennen lässt und internationale Beachtung erfährt. Das Betreten von Neuland, das Experiment, der Mut zur Innovation und die Entschlossenheit, diesen Weg konsequent zu verfolgen, zeichnen die Trägerinnen und Träger des Großen Österreichischen Staatspreises aus.

Der Kunstsenat begründete seine Wahl wie folgt: „Nicht nur in der jüngeren Generation ist Clemens J. Setz zurzeit einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache, der trotz seines vergleichsweisen jungen Alters schon ein umfangreiches literarisches Werk vorzuweisen hat. Clemens J. Setz beschäftigt sich in seinen Romanen mit menschlichen Grenzbereichen und gesellschaftlichen Außenseitern.

Mit seinen außergewöhnlichen literarischen Formen, dann und wann an James Joyce erinnernden poetischen und sprachschöpferischen Imaginationen, erweitert Clemens J. Setz seit anderthalb Jahrzehnten als Dichter der literarischen Avantgarde – wie kaum ein anderer den deutschen Sprachraum.“

Vizekanzler und Kunst- und Kulturminister Andreas Babler: „Clemens J. Setz zählt zu den bedeutendsten Stimmen der österreichischen Gegenwartsliteratur. Er beschreitet in jedem seiner Werke neue, unerwartete Wege. Schon in seinen frühen Werken zeigte sich Setz’ Gabe für prägnante Alltagsbeobachtungen und Sprachgewandtheit. Sein Werk ist durchzogen von einer tiefen Empathie für das Andere, deren Wahrnehmung sich nicht mit dem vermeintlich Normalen deckt.

Mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ehren wir einen Schriftsteller, dessen sprachliche Virtuosität die Literatur weit über Österreich hinaus bereichert und die Leserinnen und Leser immer wieder dazu verlockt, ihre eigene Umwelt mit neuen, kritisch hinterfragenden Augen zu betrachten.“

Clemens J. Setz wird neben seiner Auszeichnung mit dem Großen Österreichischen Staatspreis auch in den Kunstsenat aufgenommen. Das Gremium setzt sich aus bis zu 21 Trägerinnen und Trägern des Großen Österreichischen Staatspreises zusammen, die diese Tätigkeit ehrenamtlich und auf Lebenszeit ausüben.

Die Preisverleihung findet am 21. Oktober in Wien statt.

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