Bastei Lübbe wieder mit Live-Vorschau der Herbsttitel

Gestern hat Bastei Lübbe im Verlagsfoyer Köln-Mülheim vor über 150 Gästen wieder einmal die Highlights des neuen Herbstprogramms live vorgestellt. Vorstand Klaus Kluge eröffnete den Nachmittag und stellte sieben Autoren auf der Bühne vor. Unterstützt wurde Klaus Kluge von den beiden Moderatoren Antje Deistler und Peter Grossmann.

Vorstände Klaus Kluge und Felix Rudloff sowie Birgit Lübbe im Kreise ihrer Autoren

Auftakt der Talkrunde machte die selbsternannte „depressive Stimmungskanone“ Johann König. Obwohl seine Kinder ihn gekonnt an den Rand des Wahnsinns treiben, versucht er stets seinem Buchtitel treu zu bleiben: „Kinder sind was Wunderbares – das muss man sich nur immer wieder sagen.“ Was aus Kindern wird, die am Rande der Gesellschaft aufwachsen und ihr Leben um 180 Grad drehen, davon erzählt die unglaubliche Geschichte Yigit Muks. In „Muks Mäuschen schlau“ berichtet der türkischstämmige Deutsche aus Berlin-Neukölln von seiner Zeit als Straßengangster und wie er es geschafft hat, sein Abitur als Bester aus 50 Jahrgängen mit 0,9 abzuschließen.

Weitere Sachbuchhighlights präsentierten zwei Frauen der Fernsehwelt: Angelika Kallwass und Marie-Luise Marjan. In „Was am Ende zählt“ berichtet die TV-Psychologin über ihre Erlebnisse mit dem Tod und gibt Hilfestellung, wie man mit der damit verbundenen Trauer umgehen kann. Auf ein ebenfalls bewegtes Leben schaut Marie-Luise Marjan. Allen bekannt als Mutter Beimer aus der Lindenstraße gewährt sie in ihrer Biografie „Ganz unterwartet anders“ einen Blick hinter die Kulissen und zeigt, welcher Mensch hinter der bekannten Schauspielerin steckt.

Für Nervenkitzel sorgten eine Reihe von Thriller-Autoren, allen voran Tony Parsons und Sebastian Fitzek. Für seinen 2. Fall um Detective Max Wolfe „Mit Zorn sie zu strafen“ recherchierte der Brite im Black Museum von Scotland Yard. Dort werden Mordwerkzeuge aus 150 Jahren Kriminalgeschichte ausgestellt. „Wonach ich am Tag googele, da kommt kein Serienkiller hinterher“, verriet Sebastian Fitzek. Sein neuer Thriller „Das Joshua Profil“ handelt von Predictive Policing, der Möglichkeit Verbrechen mittels Software vorherzusehen. Per Videogruß stellte Clare Mackintosh ihr Debüt „Meine Seele so kalt“ vor. Laut Lektorin Bettina Steinhage der beste Thriller, den sie je gelesen hat.

Weniger angsteinflößend, dafür genauso spannend, ist der 5. Teil der Warringham-Saga „Der Palast der Meere“. Ihre Recherchereisen dienen mehr der Inspiration als der Faktensammlung, erzählte Rebecca Gablé, die auf Wunsch der Fans die Saga fortgesetzt hat.

Auf Reise begibt sich auch der kleine Seemann Fiete. Seine Schöpfer, das Ahoiii-Team, stellten das Kinderbuch „Fiete – Das versunkene Schiff“ vor, das neben Apps und Merchandise-Produkten die Welt des Seemanns erweitert.

Quadriga-Cheflektor Helmut Feller präsentierte die Spitzentitel der Berliner Verlagstochter vor: Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, leidet seit 20 Jahren an Multipler Sklerose. Wie die Krankheit ihr den Blick für das Wesentliche in der Politik geöffnet hat, berichtet sie in „Die Zukunft ist meine Freundin“. Michail Gorbatschow kennt Russland wie kein Zweiter. Von ihm lernen wir in „Das neue Russland“, wie Putin das Land von innen verändert hat und welchen Anteil der Westen, z.B. an der Ukraine-Krise, hat.

Auf der letzten Londoner Buchmesse war ihr Debüt Gesprächsthema Nummer eins: Jill Alexander Essbaums „Hausfrau“. Eichborn-Cheflektor Dominique Pleimling stellte den Roman um die frustrierte Protagonistin Anna Benz vor. Nach außen führt Anna eine Bilderbuch-Ehe, hat drei Kinder und doch fehlt ihr etwas Wesentliches in ihrem Leben. Sie beginnt eine Affäre und führt fortan ein Doppelleben.

Im Anschluss anden Programm-Preview konnten die Gäste beim Get-together mit einem Glas Wein den Abend ausklingen lassen.

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