Detlef Horndasch steht vor Gericht – aber nicht allein

Hubertus Gärtner von der „Neuen Westfälischen“ in Bielefeld hat sich mit dem Fall des Buchhändlers Detlef Horndasch [mehr…], [mehr…] beschäftigt. Der sechzigjährige Kaufmann muss sich ab heute vor dem Landgericht Bielefeld verantworten.

Nach Informationen der „Neuen Westfälischen“ hat Horndasch aber im Vorfeld des Prozesses große Sorge um den Schutz seiner Persönlichkeitsrechte getroffen: Er möchte auf keinen Fall vor Gericht fotografiert werden.

“Auf der anderen Seite steht fest, dass Detlef Horndasch früher ein ganz großes Rad gedreht hat. Er besaß zahlreiche Bahnhofsbuchhandlungen. Die unterhielt er nicht nur in Gütersloh und Bielefeld, sondern im gesamten norddeutschen Raum und in den neuen Bundesländern. In zwölf seiner Filialen soll Horndasch laut Anklage in den Jahren 1997 bis 2001 jeweils eine ‚schwarze’ Registrierkasse geführt und dadurch Einkommensteuern in Höhe von 740.000 D-Mark hinterzogen haben. Im Jahr 2001 verkaufte Horndasch nach Recherchen der Bielefelder Staatsanwälte seine 17 Bahnhofsbuchhandlungen an den Schweizer Valora-Konzern, der mittlerweile Marktführer im deutschen Bahnhofsbuchhandel ist“, erläuter Gärtner den Fall: „Bei diesem Deal soll Horndasch einen beachtlichen Gewinn verschwiegen und dadurch weitere Steuern in Höhe von 2,26 Millionen D-Mark hinterzogen haben. Nach dem Verkauf soll Horndasch wieder zum Geschäftsführer bestellt worden sein und sich in der Zeit von Juli 2002 bis Mai 2003 um 322.000 Euro bereichert haben – wobei gefälschte Rechnungen zur Verschleierung gedient haben sollen.“

Mit angeklagt sind zwei Steuerberater, die Horndasch bei seinen Straftaten geholfen haben sollen. Ein ehemaliger Kompagnon von Horndasch war bereits im Herbst 2005 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden [mehr…].

Für das Verfahren sind vorerst sechs Verhandlungstage bis zum 16. Mai vorgesehen.

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