Die Schönsten Bücher 2004 werden am 16. Februar prämiert

Kunst und Wissenschaft sind die großen Sieger in dem jüngst entschiedenen Wettbewerb „Die Schönsten Bücher Österreichs 2004“, den der Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gemeinsam mit dem Bundeskanzleramt veranstaltet hat: Mit jeweils einem Staatspreis werden drei Titel in den Kategorien „Kunstbände und Fotobücher“ und „Sach- und wissenschaftliche Bücher“ ausgezeichnet.

Die österreichische Buchlandschaft ist um einige ganz besondere Exemplare reicher: Vor kurzem gab eine Jury aus Fachleuten die „Schönsten Bücher Österreichs 2004“ bekannt. Von den 137 eingereichten Titeln werden 7 als „Schönstes Buch Österreichs“ prämiert, 10 Titeln wird eine Belobigung ausgesprochen. Drei Bücher und ihre Verleger und Gestalter erhalten einen Staatspreis, der mit jeweils EUR 3.000,– dotiert ist. Dieser geht an:

Gehen über den Hügel von St. Margarethen von Stein zu Stein, herausgegeben von Katharina Prantl (Passagen Verlag, Wien), widmet sich dem Steinbruch bei St. Margarethen im Burgenland, der seit Ende der 1950er Jahre von bildenden Künstlern genutzt wird. Das Buch überzeugte die Jury durch seine „äußerst einheitliche, runde Gestaltung“, durch buchbinderische Elemente und die hohe Qualität der Fotos.

Freuds verschwundene Nachbarn, herausgegeben von Lydia Marinelli (Verlag Turia + Kant, Wien), dokumentiert die Geschichte des Hauses Berggasse 19, in dem Sigmund Freund wohnte und ordinierte, in der Zeit des Nationalsozialismus. „Eine lebendige und anschauliche Aufarbeitung des sachlichen Themas“, meinte die Jury und lobte darüber hinaus die typographische Gestaltung.

Eins und eins ist elf. Kooperation Technologie Campus Kärnten von Hans-Joachim Gögl (Wieser Verlag, Klagenfurt) versammelt dreizehn Gespräche mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur über Stärken, Schwächen und den Potentialen des Lebens- und Wirtschaftsraumes Kärnten. Direkt auf dem Campus der Universität Klagenfurt entstand mit dem Lakeside Science & Technology Park ein Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem Hochschulinstitute und ausgewählte Unternehmen zusammenarbeiten – das größte Technologieprojekt Österreichs. Dieses Werk zeichnet sich „durch klares, übersichtliches Textlayout mit erfrischenden farbigen Akzenten“ aus, so die Jury, „die Gestaltung ist als ein herausragendes, souveränes Spiel mit den typografischen Mitteln erkennbar.“

Der Wettbewerb „Die Schönsten Bücher Österreichs“ wurde zum 52. Mal veranstaltet. Bewertet wurden Titel aus den Kategorien „Allgemeine Literatur“, „Kunstbände und Fotobücher“, „Kinder- und Jugendbücher“, „Sachbücher und wissenschaftliche Bücher“, „Schulbücher“ und „Sonderproduktionen“ (Faksimile; bibliophile Ausgaben; Einzelanfertigungen; Handpressendrucke; Bücher, die nicht in den Handel gelangen usw.).

Die Preise werden am 16. Februar, 19 Uhr, im Kongress-Saal des Bundeskanzleramts, Ballhausplatz 2, von Staatssekretär Franz Morak und Dr. Alexander Potyka, Präsident des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels, verliehen.

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