Grenzen des Zumutbaren in England erreicht

Englische Verlage haben, wie die Fachzeitschrift The Bookseller berichtet, angekündigt, Forderungen nach höheren Rabatten und Werbekostenzuschüssen durch Supermarktketten nicht weiter nachzukommen. Im laufenden Jahr sei bereits teilweise ein Spitzenrabatt von 66 % erreicht, gleichzeitig wüchsen die Remittendenberge. „Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns Lieferungen an Supermärkte nicht mehr leisten können, weil die Kosten zu hoch sind“, wird ein Verleger zitiert.

Die Handelskette ASDA hatte den Verlagen mitgeteilt, dass sie im Weihnachtsgeschäft zusätzlich ein Subunternehmen mit dem Verkauf beauftragen würde und dafür eine Rabatterhöhung von 2,5 % verlange. Darüber hinaus fordere sie Werbekostenzuschüsse von £ 2.000 pro Seite im Kundenprospekt bis £ 40.000 für bevorzugte Plazierung und Rundfunkwerbung. Damit sei eindeutig eine Grenze überschritten. „Möglicherweise“, kommentiert der Verlag, „werden im kommenden Jahr unsere Bücher nicht mehr bei ASDA vertreten sein:“
vh

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