Heidenreich-Texte ungefragt beim Zuschuss Verlag gedruckt

Das ganze ist offenbar weniger illegal als erwartet: Wie das Literaturcafe auf seiner Homepage berichet hat der Zuschussverlag Deutsche Literaturgesellschaft Texte von Elke Heidenreich drucken lassen, ohne sie gefragt zu haben.

Literaturcafe liege das Buch nun vor, heißt es. Es vermutet, dass damit auf Autorenfang gegangen werden soll, um sich vom Autor eine Publikation für knapp 10.000 Euro bezahlen zu lassen und für bis zu drei Gedichte knapp 800 Euro an Autorenzuschuss zu verlangen.

Nach etwas Recherche berichtet literaturcafe.de, dass die Beiträge von Heidenreich aus der Frankfurter Allegmeinen Zeitung (FAZ) stammen. Deren Archiv habe die Rechte dem Verlag Deutsche Literaturgesellschaft überlassen, so literaturcafe.de. Das ganze habe man dann mit etwas Rechtefreiem wie E.T.A. Hoffmann und J.W.v.Goethe aufgepeppt und mit einem großformatigen Foto von Heidenreich auf dem Cover versehen.

Wie zu hören ist, will Heidenreich nun juristisch dagegen vorgehen. O-Ton: „Ich bin über die Machenschaften der sogenannten Deutschen Literaturgesellschaft empört und habe damit nichts zu tun. Im Gegenteil, die Opfer solcher Zuschussverlage beklagen sich oft bei mir, dass sie sich betrogen fühlen. Meine Verlage, werden juristische Schritte einleiten und prüfen, wie man gegen die Verwendung meines Photos und meiner Texte vorgehen kann“, wird sie zitiert.

Welchen Erfolg sie hat, bleibt abzuwarten. Im Herbst steht angeblich Marcel Reich-Ranicki auf dem Editionsplan.

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