Heute wird das Dr. Oetker-Schulkochbuch 100 Jahre alt

Heute ist der „offizielle“ Geburtstag eines Buches, das seit 100 Jahren die deutsche Hausfrau – und vielleicht noch mehr den deutschen Buchhandel – fröhlich macht. Das ist nicht nur Anlass zur Gratulation (wie etwa der Mohn Media/VVA/Arvato-Gruß -nur heute – auf dieser Seite), sondern auch Anlass für Fragen an Oetker-Chef Richard Oetker:

Herr Oetker, was ist aus Ihrer Sicht das Erfolgsrezept des Schulkochbuchs?

Richard Oetker: Aus meiner Sicht haben vor allem drei Faktoren den

Richard Oetker

Jahrhundertbestseller „Dr. Oetker Schulkochbuch“ geprägt: Das ist zunächst die Gelingsicherheit der Rezepte, die alle von der Dr. Oetker Versuchsküche unter unterschiedlichsten technischen Bedingungen getestet werden. Hinzu kommt, dass es klare Regeln für das Formulieren der Kochanleitungen gibt und es daher für jeden verständlich ist. Schließlich hat das Dr. Oetker Schulkochbuch von 1911 bis heute mit innovativen Ideen für jeden Tag und für jeden Geldbeutel die Hausfrauen und inzwischen auch Hausmänner unterstützt – und das immer auf der Höhe der Zeit von der Mangelwirtschaft über die Fresswelle bis zur leichten Küche.

Was bedeutet das Schulkochbuch für die Marke?
Das Dr. Oetker Schulkochbuch startete als Haushaltsfibel und entwickelte sich zur Bibel des Kochens. Von der regionalen bis zur internationalen Küche liefert es Ideen, Tipps und Tricks. Hier wurde und wird die Marke Dr. Oetker lebendig und erlebbar. Die Basis unseres Markenversprechens ist seit der Unternehmensgründung unverändert die verlässliche exzellente Qualität unserer Produkte. Das ist und bleibt das beste Rezept. Entscheidend ist darüber hinaus die große Nähe zu den Verbrauchern. Weil wir in einem ständigen Dialog stehen, wissen wir, wie sich die Geschmackspräferenzen verändern und können dies sowohl bei der Entwicklung neuer Angebote wie auch bei der immer wieder erfolgten Überarbeitung des Dr. Oetker Schulkochbuchs berücksichtigen. Deshalb gehört das Dr. Oetker Schulkochbuch seit 100 Jahren zum festen Bestandteil von Millionen Haushalten. Es bietet sozusagen in komprimierter Form den ‚genetischen Code‘ der Marke, es spiegelt und prägt gleichermaßen den kulinarischen Zeitgeist.

Verbinden Sie mit dem Schulkochbuch eine bestimmte Erinnerung aus der Kindheit?
Auch bei uns stand natürlich das Dr. Oetker Schulkochbuch immer in der Küche und wurde oft genutzt für Suppen, Hauptgerichte und auch Desserts, die Kinder ja besonders lieben. Ich erinnere mich noch gut, wie sehr ich den Geruch von frischgekochtem Pudding gemocht habe. Das war gleichbedeutend mit Familie und Geborgenheit.

Welches sind Ihre Lieblingsrezepte?

Die kulinarischen Vorlieben ändern sich sicherlich im Laufe des Lebens; da geht es mir wie den meisten Menschen. Früher mochte ich besonders gerne Rinderrouladen und Wild. Heute esse ich auch einmal gerne einen mediterranen Fischeintopf oder Saltimbocca alla romana. Unverändert ist allerdings seit Jahrzehnten meine Vorliebe für bodenständige Gerichte wie Sauerbraten oder deftigen Grünkohl mit Kasseler; das hat sicherlich mit der Verbundenheit zu meiner westfälischen Heimat zu tun.

Haben Sie selbst schon einmal nach dem Schulkochbuch gekocht?

Aber sicher. Auch wenn ich Oetker heiße, so habe ich wie jeder andere auch erst einmal die ersten eigenständigen Schritte in der Küche lernen müssen. Da war mir in der Tat das Dr. Oetker Schulkochbuch eine wichtige Hilfe, denn es bietet ja nicht nur viele Rezepte, die auch für Anfänger geeignet sind, sondern es hat den gesamten Haushalt im Blick. Dazu gehört die Warenkunde und richtige Lagerung der Lebensmittel ebenso wie das Wissen über gesunde Ernährung und den richtigen Einsatz technischer Geräte. Als Student habe ich beispielsweise immer gerne Chili con carne oder Kaiserschmarren für meine Freunde und mich zubereitet. Das war nicht kompliziert und wurde gerne gegessen.

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