MDG-Betriebsvergleich: Klosterläden wachsen, christliches Sortiment stagniert

Die Medien-Dienstleistung GmbH (MDG) hat auch in diesem Jahr im Auftrag des KM. katholischermedienverband e. V. zwei Betriebsvergleiche für 2007 erstellt: einen für Klosterläden und einen für religiöse Sortimentsbuchhandlungen. Über die Ergebnisse berichtet sie heute in ihrem Newsletter.

Der stete Zuwachs der Teilnehmerzahl bei den Klosterläden und die konstante Teilnehmerzahl bei den religiösen Sortimentern bieten wieder aussagekräftige Vergleichszahlen, heißt es. Bei den Klosterläden seien 2007 gegenüber dem Vorjahr in wichtigen Bereichen Verbesserungen festzustellen: Der Umsatz der am Betriebsvergleich teilnehmenden Läden konnte wieder gesteigert und das gute Betriebsergebnis von 2006 nochmals erhöht werden. Es liegt 2007 bei 6,6 Prozent vom Umsatz.

Bei den religiösen Sortimentern dagegen bewege sich der durchschnittliche Gesamtumsatz in 2007 im Vergleich zum Vorjahr auf einem sehr niedrigen Niveau. Ebenso ist das durchschnittliche Betriebsergebnis deutlich zurückgegangen und liegt bei 0,2 Prozent vom Umsatz.

Ähnlich verhält sich die Entwicklung offenbar bei Rohertrag und Kostenpositionen. Als Rohertrag konnte bei den Klosterläden in 2007 ein guter Wert erreicht werden; im Vergleich zum Vorjahr ist er jedoch zurückgegangen. Die Gesamtkosten der Klosterläden haben sich gegenüber dem Vorjahr verbessert und liegen nun in einem guten mittleren Bereich. Bei den religiösen Sortimentern bleibt der Rohertrag 2007 konstant. Jedoch sind die Gesamtkosten der religiösen Sortimenter im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen, insbesondere durch gestiegene Kosten in den Bereichen Personal und Miete.

Die durchschnittlichen Warengruppenanteile für religiöse Literatur und Non-Books haben sich bei den Klosterläden deutlich verringert, bei den religiösen Sortimentern ist im Durchschnitt der Teilnehmer ein deutlicher Zuwachs im Bereich Non-Books festzustellen. Der Warengruppenanteil der religiösen Literatur verringerte sich im selben Zeitraum.

Diese betriebswirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich auch in den Kennzahlen wider: Der durchschnittliche Umsatz je beschäftigter Person stieg bei den Klosterläden auf T€ 138,0, der Umsatz je Barverkauf auf € 16,67. Ebenso haben der Umsatz je Kartenverkauf und der durchschnittliche Umsatz je Kreditverkauf zugenommen. Des Weiteren hat sich der Lagerumschlag auf Basis des Umsatzes ohne Durchlaufgeschäft auf gute 5,4 Mal verbessert.

Bei den religiösen Sortimentern liegt der durchschnittliche Umsatz je beschäftigter Person bei T€ 143,2. Deutlich gestiegen sind der durchschnittliche Umsatz je Barverkauf auf € 18,99 sowie der Umsatz je Kartenverkauf. Ebenso zugenommen hat der durchschnittliche Umsatz je Kreditverkauf. Deutlich verbessert hat sich der Lagerumschlag auf Basis des Umsatzes ohne Durchlaufgeschäft auf 5,7 Mal in 2007.

Insgesamt bleibt die im Durchschnitt erfreulich positive Entwicklung der Klosterläden und der religiösen Sortimenter festzuhalten und für das laufende Geschäftsjahr 2008 eine ähnlich gute Entwicklung zu wünschen.

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