Uri Avnery in Berlin

Zur Vorstellung seines neuen Buches „Ein Leben für den Frieden„, welches aus Anlass seines 80. Geburtstag seine wichtigsten publizistischen Beiträge und Reden der letzten Jahre versammelt, hielt sich Uri Avnery, der am 16. November 2003 in Köln den Lew-Kopelew-Preis für Frieden- und Menschenrechte erhält [mehr…], zu zahlreichen Veranstaltungen und politischen Hintergrundgesprächen in Berlin auf.

Er sprach dort unter anderem mit Bundespräsident Johannes Rau, Bundesaußenminister Joschka Fischer, der Ministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, dem Vorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Bütikofer, dem Generaldelegierten Palästinas, Abdallah Frangi, sowie verschiedenen Bundestagsabgeordneten.

In den Gesprächen betonte Uri Avnery mit Nachdruck, daß die politische Rolle Yassir Arafats im Nahostfriedensprozeß gestärkt werden müsse. Außerdem unterstrich er, daß die deutsche und die europäische Nahostpolitik stärker auf die Verwirklichung einer Zwei-Staaten-Lösung für Israel und Palästina hinwirken sollte.

Seit über vierzig Jahren ist Uri Avnery, geboren 1923 im westfälischen Beckum, »die politische und intellektuelle Führungsfigur der israelischen Friedensbewegung« (Frankfurter Rundschau). 1933 emigrierte er mit seinen Eltern nach Palästina. Er ist einer der bekanntesten israelischen Journalisten und Politiker. Von 1965 bis 1973 und von 1979 bis 1981 war er Mitglied im israelischen Parlament. Bereits 1973 initiierte er geheime Kontakte zur PLO. 1982 traf Avnery – eine Weltsensation – als erster Israeli mit Yassir Arafat zusammen. 1993 war er Mitbegründer der Friedensorganisation Gush Shalom (Friedensblock).

»Uri Avnery ist außergewöhnlich mutig und konsequent bei der Suche nach Wahrheit und nach Wegen der Verständigung. Ich bewundere und schätze ihn sehr.«
Aus dem Vorwort von Sumaya Farhat-Naser

» Ich halte Uri Avnery für einen der wichtigsten Streiter für die Aussöhnung zwischen Israelis und Palästinensern. Sein Optimismus und sein langer Atem imponieren mir immer wieder.«
Johannes Rau

Ebenfalls im Palmyra Verlag sind von Uri Avnery die beiden Bücher Zwei Völker – Zwei Staaten (Vorwort von Rudolf Augstein) und Die Jerusalemfrage (zusammen mit Azmi Bishara) erschienen.

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