Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Ein formal herausforderndes, angenehm verstiegenes Buch“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

Neue Sachbücher

„Klare Begriffe schaden auch nicht in der Physik“: Raumzeitliches: Der Briefwechsel zwischen Albert Einstein und Moritz Schlick in einer exzellenten Edition.

  • Albert Einstein, Moritz Schlick: Briefwechsel. Eingeleitet, kommentiert und herausgegeben von F. O. Engler, M. Iven und J. Renn (Felix Meiner Verlag)

„Wem gehört das Land?“ Amerikanische Konflikte: Mitch Epstein legt einen neuen Band mit Fotografien vor. „Grund zu Optimismus gibt Mitch Ep­stein, dessen Buch auch als eine Chronik der Ära Trump gelesen werden kann, deshalb nur insofern, als er immer wieder auf Aktivisten stieß, die sich ebenso hartnäckig bornierter Politik wie internationalen Konzernen in den Weg stellen, wenn mit dem Recht des Mächtigeren Regeln und Gesetze kurzerhand über Bord geworfen werden:“

  • Mitch Epstein: Property Rights.Text von Mitch Epstein und Susan Bell. Hrsg. von Susan Bell (Steidl Verlag)

„Totale Erziehung“: Helene Roches Geschichte der NS-Eliteschulen. „Roche moralisiert oder urteilt an keiner Stelle ihrer Darstellung, und das macht ihre Untersuchung nur umso beklemmender und eindrucksvoller.“

  • Helen Roche: The Third Reich’s Elite Schools. A History of the Napolas. (Oxford University Press)

„Twix, Nutella und Ich“: Zusammen sind sie drei. Bulimie als Metapher in Yade Yasemin Önders erstaunlich heiterem Debütroman. „Ein formal herausforderndes, angenehm verstiegenes Buch mit lauter schweren Zeichen, wie Bulimie, Gewalt, und überhaupt, dem ganzen furchtbaren Prozess des Reinwachsens in die ewig unerreichbare Schönheitsnorm. Man möchte es all jenen als Gegenbeweis verordnen, die meinen, die junge Gegenwartsliteratur sei müde in der Form und erschöpft im Inhalt.

  • Yade Yasemin Önder: Wir wissen, wir könnten, und fallen synchron  (Kiepenheuer & Witsch)

„Mächte im Untergrund“: Zehn Jahre lang gab es Geraune und Gerüchte über eine Fortsetzung von Uwe Tellkamps gefeiertem Bestseller Der Turm. Jetzt ist es so weit. Wie ist Der Schlaf in den Uhren geworden? „…Aber letztlich gibt es keine Motivation, kein Ziel und keinen Drive, der einen zwingen würde, das Buch durchzulesen. Wenn man den Roman nicht einfach als literarisch missglückt weglegen, sondern ernst nehmen möchte, beginnt er etwas Selbstgerechtes auszustrahlen. Er scheint seinem Leser zu sagen: Wenn du nicht sowieso weißt, wie und warum das alles zusammenhängt, wer wer ist und was hier zitiert wird, hast du es nur nicht verstanden, bist du selbst zu borniert“

  • Uwe Tellkamp: Der Schlaf in den Uhren (Suhrkamp Verlag)

Frankurter Rundschau

„Kritiker seiner selbst“: Essays und Reden des Autors Ingo Schulze. „Gänsehaut stellt sich beim Blättern durch Ingo Schulzes neues Buch ein. Nicht, weil der sensible Erzähler der nur dem Namen nach „Simplen Storys“ dazu übergegangen wäre, Krimis zu verfassen. Das Buch enthält laut Untertitel Essays, wobei auch Geschichten darin sind, Gespräche und Rezensionen. Es ist der „Charkiw in Europa“ überschriebene Text, der schaudern lässt. Er stammt aus dem Jahr 2016 und handelt von einer Podiumsveranstaltung in der zweitgrößten Stadt der Ukraine. Sie steht jetzt unter Dauerbeschuss.“

  • Ingo Schulze: Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte… Essays  (S. Fischer)

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