Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Neue Krimis

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

  • „Das Flüstern am Telefon“: Wenn dreißigtausend Leute verdächtig sind: David Peace blickt im dritten Band seiner Tokio-Trilogie auf einen mysteriösen Todesfall und stellt sein Gespür für Stil unter Beweis. „Nur selten vereinen sich Inhalt und Form auf vierhundert Seiten Genreliteratur zu einem so stimmigen Gesamtgefüge.“
    David Peace, Tokio, neue Stadt (Liebeskind Verlag)
  • „Die schwarze Haushälterin ermittelt“: Inga Vespers Debüt In Aufruhr führt ins Los Angeles der späten Fünfzigerjahre. „Die Welt, die Inga Vesper beschreibt, straft die Idealvorstellung vom amerikanischen Schmelztiegel Lügen.“
    Inga Vesper, In Aufruhr (Kindler)

Streifschuss – Krimis in Kürze:

  • Johannes Groschupf, Berlin Heat (Suhrkamp)
  • Kate Atkinson, Weiter Himmel (Dumont)
  • Bernhard Jaumann, Caravaggios Schatten (Galiani)

  • „Höre und staune, aber bitte lache nicht!“: Das Buch Kurt Landauer – Der Präsident des FC Bayern ist viel mehr als nur eine sportliche Biografie. „Das Buch – das Zitat belegt es – ist sehr aktuell. Und es rührt vehement an die aktuellen Lebenslügen des FC Bayern, der einerseits seine jüdische Tradition inzwischen wertschätzt, für dieses Bekenntnis gelobt wird. Der andererseits einen Sponsorenvertrag mit dem Doha Airport hat und beste Geschäfte macht mit dem Regime in Katar, wo er auch regelmäßig seine Trainingslager abhält.“
    Jutta Fleckenstein,Rachel Salamander (Hg.), Kurt Landauer. Der Präsident des FC Bayern. Lebensbericht und Briefwechsel mit Maria Baumann (Suhrkamp)

Das Politische Buch

  • „Klassenfahrt in die dunkelste Vergangenheit“: Der Geschichtsdidaktiker Christian Kuchler hat untersucht, was Schülerinnen und Schüler von einer Reise zur Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau erwarten, was sie dort beeindruckt und was sie dabei lernen. Sein Fazit: Vor zu hohen Erwartungen sollten sich Pädagogen und Politiker hüten. „Christian Kuchler hat mit seiner Studie die Debatte zur zukünftigen pädagogischen Vermittlungsarbeit an KZ-Gedenkstätten substanziell bereichert. Es ist zu hoffen, dass sie im Bereich der Geschichtsvermittlung auf ein breites Echo stößt.“
    Christian Kuchler, Lernort Auschwitz. Geschichte und Rezeption schulischer Gedenkstättenfahrten 1980 bis 2019 (Wallstein-Verlag)
  • „Der Mann an der Rampe“: David Marwell auf den Spuren des NS-Verbrechers Josef Mengele. „Er basiert seine Schilderung auf die umfangreiche Literatur der vergangenen Jahrzehnte und kommt dabei zu treffenden Einordnungen, etwa wenn er über die Absurdität von Mengeles Untersuchungen schreibt.“
    David G. Marwell, Mengele. Biographie eines Mörders (Wissenschaftliche Buchgesellschaft/Theiss)
  • „Die Augenzeugen“: Die Zeitschrift „Fun letstn churbn“ protokollierte 1946/48 jüdisches Leid. „Es sind Berichte, meist von Augenzeugen, von Mordaktionen der SS und der Wehrmacht, ganz überwiegend aus Osteuropa, aus Litauen, Polen, der Ukraine, ergänzt durch eine Sammlung von Liedern, Redewendungen, Sprichwörtern, Witzen und Anekdoten aus den osteuropäischen Ghettos.“
    Frank Beer, Markus Roth (Hg.), Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn“ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946 – 1948 (Metropol Verlag)

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