Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Neue Krimis

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Kühle Betrachtung des Abstoßenden“:

    Riku Ondas preisgekrönter Roman Die Aosawa-Morde kommt mit Verspätung in deutscher Übersetzung. Er verhandelt eine schreckliche Denksportaufgabe. „Der Text ist ein Spiel mit der Wahrheit, ein faszinierend komplexes 3-D-Puzzle; einerseits hinsichtlich der Erzählweise, die permanent die Zeitebenen und häufig auch zunächst unbemerkt die Perspektiven wechselt.“
    Riku Onda, Die Aosawa -Morde. Kriminalroman (aus dem Japanischen von Nora Bartels; Atrium Verlag)

  • „Fälle und Zufälle“: Neue Bücher von Ellen Dunne, David Heska Wanbli Weiden und Matthias Wittekindt.
    Ellen Dunne, Boom Town Blues (Haymon)
    David Heska Wanbli Weiden, Winter Counts (Polar)
    Matthias Wittekindt, Die Schülerin (Kampa)
  • „Der Erbe, seine Freunde und der tote Onkel“: Was passiert, wenn ein Freund plötzlich als Mörder angeklagt wird? Christoph Poschenrieder hat sich ein wahres Verbrechen in München zur Vorlage genommen. „Die meisten Fakten, vom Parkhaus bis zum Freundeskreis, übernimmt der Autor in die Handlung seines Buches. Im Gegensatz zu den Wahre-Verbrechen-Podcasts geht es hier jedoch nicht um die möglichst genaue Rekonstruktion des Tathergangs. Der bei Boston geborene und mittlerweile in München lebende Poschenrieder versucht sich vielmehr in der Tradition von Truman Capotes Roman Kaltblütig, nimmt sich, wie jener Schriftsteller auch, die Fakten aus der Realität, verwebt sie jedoch mit Erfundenem zu Literatur.“
    Christoph Poschenrieder, Ein Leben lang (Diogenes)
  • „Es müssten eigentlich drei Kinderleichen sein“: Er war Polizist bevor er Krimis schrieb: Olivier Norek kann jetzt mit dem Roman Das versunkene Dorf in deutscher Übersetzung entdeckt werden. „Mindestens ein Drittel der fast vierhundert Seiten sind verzichtbare Garnitur, aber Norek schafft es, dass man ihm folgt, weil er etwas von menschlichen Abgründen versteht und weil der Kern seiner Geschichte stimmig ist.“
    Olivier Norek, Das versunkene Dorf (aus dem Französischen von Alexandra Hölscher; Blessing)
  • „Bücher haben jedes Steuerprivileg verdient“: Peter Kraus vom Cleff, der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des deutschen Buchhandels, über Gegenwart und Zukunft seiner Branche.

  • „Auch 1925 ist noch frei“: Mit dem Bus zu den Genies: Warum Jahresbücher so enorm erfolgreich sind. Eine Vermutung. „Zum Trend wurde diese Form durch den Bestseller 1913 von Florian Illies. Dessen Erfolg verdankte sich nicht zuletzt einem guten Einfall: Am Vorabend des großen Gedenkens zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 vergegenwärtigte Illies die reiche Kulturwelt von gestern, samt überraschenden Durchblicken ins Heute. (….)

    Die Serie der Jahresbücher wurde seither unüberschaubar. Es gibt 1918 und 1919, 1945, 1946 und 1949, 1977 und 1979, 1989 und 1990. Auf 1913 folgte 1813, 1816 gibt es zweimal (Vulkanausbruch in Tambora, Klimakatastrophe), auch 1517 und 1618 fanden ihre Historiker, dazu kommen eine annalistische Übersicht von 1775 bis 1799 und Ausschnitte von 1932 und 1933. Zum Jahr 1923 erscheint demnächst noch ein halbes Dutzend weiterer Bücher. Das Feuilleton der SZ kümmert sich gerade um 1972.“

  • heute nichts
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