Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Neue Sach- und Kinderbücher

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

 

„Was für eine Liebe?“: Eine Hausbrand, ein verschwundener Freund, eine offensichtliche und eine unterschätzte Mutterliebe: Sarah Weeks erzählt von quälenden Zweifeln eines Mädchens. „(…) Sarah Weeks geht es nicht um oberflächliche Glaubwürdigkeit, das hat die amerikanische Autorin schon mit So B. It gezeigt. (…) Man muss das neue Buch nicht als Fortsetzung des alten lesen, man muss das alte nicht einmal kennen, um vom neuen etwas zu haben. Doch man muss anerkennen, dass Sarah Weeks’ Glaubwürdigkeitsverzicht keine Schwäche ihres Schreibens ist, sondern ein Kühnheit, die sie zu Verzwicktheiten und Wahrheiten führt, die unbedingt erzählt und gelesen sein wollen.“
Sarah Weeks, Aurora und die Sache mit dem Glück. Roman (aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit)

„Leo lernt Lesen“: Ein Astronaut auf einer Insel namens Chorweiler: Rebecca Elbs debütiert mit Leo & Lucy. „Zu den überzeugenden Kniffen der Autorin zählt, dass Leo erst lernen muss, mit Rückschlägen umzugehen und Holzwege einzusehen, um auf nicht ganz geraden Wegen zum Ziel zu gelangen. Lucy und Leo liefern auf diesen Wegen witzige Beobachtungen und Bonmots.“
Rebecca Elbs, Leo und Lucy: Die Sache mit dem dritten L. Roman (Carlsen Verlag)

„Versehrte und Befreite“: Hamburg im Sommer 1945: Kirsten Boies Roman Heul doch nicht, du lebst ja noch erzählt von Aufbruch und Hilflosigkeit in den Trümmern der Stadt. „Für all das findet Boie einen meisterlichen Ton, der die Dinge beim Namen nennt und doch nicht grell ausstellt, der inmitten all der Schrecken sogar geradezu zart sein kann, wenn die Perspektive der Protagonisten das verlangt.“
Kirsten Boie, Heul doch nicht, du lebst ja noch. Roman (Oetinger Verlag)

„Das Herz klopft, im Bauch kribbelt es“: Ela Wildberger und Linda Wolfsgruber fragen nach dem Augenblick, bevor sich alles ändert. „Text und Bilder sind abgestimmt, die Farben der Illustrationen finden sich in den wenigen Worten wieder, die ihr gegenüberstehen. So beziehen sie sich aufeinander, ohne sich in ihrem Inhalt zu wiederholen, und lassen dazwischen dennoch genug Raum, eine eigene ­Antwort auf die gestellten Fragen zu finden.“
Ela Wildberger, Linda Wolfsgruber, Der Moment, bevor . . . (Tyrolia-Verlag)

„‚Menschen wie ihnen werden wir nie wieder begegnen'“: Komödie über Auschwitz? Sei ihr neuer Roman Serge nicht, sagt Schriftstellerin Yasmina Reza. Ein Gespräch über Erinnerungskultur und KZ-Tourismus.
Yasmina Reza, Serge. Roman (Hanser Verlag)

Das Politische Buch

„Die Todesmutigen“:  Was konnten Juden dem deutschen NS-Terror entgegensetzen? Mehr, als gemeinhin bekannt ist. Drei Bücher über jüdische Widerstandsnetzwerke.
Judy Batalion, Sag nie, es gäbe nur den Tod für uns. Die vergessene Geschichte jüdischer Freiheitskämpferinnen (aus dem Englischen von Maria Zettner; Piper-Verlag)
Dina Porat, „Die Rache ist Mein allein“. Vergeltung für die Schoa: Abba Kovners Organisation Nakam (aus dem Hebräischen von Helene Seidler; Schöningh–Verlag)
Achim Doerfer, „Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen“. Die Rache der Juden, das Versagen der deutschen Justiz nach 1945 und das Märchen deutsch-jüdischer Versöhnung (Kiepenheuer&Witsch)

„Wo das Ungeheuer verwundbar ist“: Asiem El Difraoui beschreibt den Dschihadismus als Hydra, die man nur schwer besiegen kann. „Der Politologe Asiem El Difraoui schreibt griffig von der Hydra, also von einem nahezu unbezwingbaren Fabelwesen, dessen giftiger ideologischer Atem die ganze Welt durchdringt.“
Asiem El Difraoui, Die Hydra des Dschihadismus. Entstehung, Ausbreitung und Abwehr einer globalen Gefahr (Suhrkamp)

„Dreimal Trump“: Bob Woodwards neues Präsidenten-Buch auf Deutsch. „‚Viele hundert Stunden Interviews mit mehr als 200 Personen‘ bilden die Basis für die Autoren, doch diese Fülle führt zum Eindruck der Ratlosigkeit.“
Bob Woodward, Robert Costa, Gefahr. Die amerikanische Demokratie in der Krise (übersetzt von K. Petersen, H-P Remmler, H. Schlatterer, S. Schmid und T. Stauder; Hanser-Verlag)

 

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.