Buchhandel Buchhandlung Aegis in Ulm eröffnet ein zweites Geschäft

Die Ulmer Aegis Buchhandlung wird in Ulm-Söflingen eine Filiale eröffnen. Damit wird es in Söflingen nach Jahren ohne Buchhandlung wieder einen Anlaufpunkt für Lesende und Literaturliebhaber geben. Die Eröffnung ist für Mitte März geplant. „Der Bedarf ist da“, meint Aegis-Inhaber Rasmus Schöll, der selbst gebürtiger Söflinger ist. Immer wieder hätten Kunden und Bekannte ihm gegenüber bedauert, dass der große Ulmer Stadtteil literarisch verwaist sei. „Als die Vermieter des wunderbaren Altbaus in der Schlösslesgasse auf mich zukamen mit der Idee, in den Räumen des ehemaligen Cafés „Zucker&Salz“ eine Buchhandlung zu eröffnen, wusste ich, das ist eine Möglichkeit, die ich ergreifen muss“, so Schöll.
Auf rund 60 Quadratmetern Ladenfläche soll künftig ein ausgewähltes Sortiment angeboten werden, wie man es bereits aus der Aegis Buchhandlung in der Innenstadt kennt: Neuerscheinungen ebenso wie literarische Feinheiten aus kleineren, unbekannteren Verlagen, Bibliophiles sowie ein Buchangebot für Familien und Kinder. Die Filiale wird mit 1,5 Stellen besetzt sein, „in Urlaubs- und Krankheitszeiten helfen sich die Teams in der Ulmer Innenstadt und in Söflingen natürlich aus“, so Schöll.
Für den 33-jährigen Buchhändler, der die Ulmer Traditionsbuchhandlung 2018 übernahm und mit seinem Konzept wiederbelebte und auch überregional wieder bekannt machte, ist mit diesem Schritt natürlich eine große wirtschaftliche Verantwortung verbunden. Ginge es nicht um Söflingen, hätte er sich eine Filialgründung momentan nicht zugemutet. „Aber ich bin selbst dort aufgewachsen und freue mich, dass viele der Läden und Händler aus meiner Kindheit dort noch vorhanden sind“, so Schöll, „da schmerzt es einen leidenschaftlichen Bücherliebhaber wie mich beinahe, dass es keinen Buchladen mehr gibt.“ Dass er damit auch vielen Söflingern einen Wunsch erfüllt, das hätten die ersten Reaktionen auf seine Pläne bereits gezeigt.

Kommentare (1)
  1. „einen Anlaufpunkt für Lesende und Literaturliebhaber geben…“ – müßte das, wenn schon gegendert, nicht „Lesende und Literaturliebhabende“ heißen? Oder wenigstens Literaturliebhaber und -liebhaberinnen? Oder haben Sie gemerkt, wie wenig sinnvoll das ist, aber die Lesenden dringelassen, weil’s keiner merkt?
    So oder so, ich finde es traurig, daß nicht mal mehr im Buchmarkt korrektes Deutsch zu finden ist: denn Lesende sind Menschen, die gerade lesen. Eine Buchhandlung lebt aber von Kaufenden, nicht wahr.

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